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Bekannt durch „Nightcall“Französischer Musiker und DJ Kavinsky tot aufgefunden

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DJ Kavinsky bei einem Auftritt.

Der als Vertreter des „French Touch“ in der Elektromusikszene bekannt gewordene französische DJ Kavinsky ist tot.

Französische Elektro-Ikone tot: Kavinsky wurde mit „Nightcall“ weltbekannt. Der DJ und Produzent starb überraschend mit 50 Jahren.

Der als Vertreter des „French Touch“ in der Elektromusikszene bekannt gewordene französische DJ Kavinsky ist tot. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde der 50-jährige Musiker mit bürgerlichem Namen Vincent Belorgey in seiner Wohnung in Paris aufgefunden.

Ermittlungen zur Todesursache

Nach Informationen der französischen Zeitung „Le Parisien“ wurde der Künstler bereits am Dienstagabend leblos entdeckt. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung zur Klärung der Todesursache ein, betonte jedoch, dass Ersthelfer vor Ort keine verdächtigen Anhaltspunkte gefunden hätten.

Wie „Le Parisien“ weiter berichtet, wird derzeit ein Schlaganfall als mögliche Todesursache vermutet, da der Musiker in den Tagen vor seinem Tod über starke Kopfschmerzen geklagt haben soll.

Welterfolg mit „Nightcall“ und Auftritt bei den Olympischen Spielen

Kavinsky, der am 31. Juli seinen 51. Geburtstag gefeiert hätte, erlangte vor allem durch sein Stück „Nightcall“ weltweite Bekanntheit. Das Lied diente als Titelmusik für den Film „Drive“ mit Ryan Gosling und erschien 2013 auch auf seinem Debütalbum „Outrun“.

Gegenüber „Le Parisien“ hatte der Künstler erklärt, dass der Erfolg von „Drive“ sein Leben komplett verändert habe. Zuletzt trat er unter anderem bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele 2024 in Paris auf, wo er das Stück gemeinsam mit der belgischen Sängerin Angèle präsentierte. Sein zweites Album „Reborn“ war 2022 erschienen.

Macron trauert um Kavinsky: „Für immer ein französischer Stolz“

Neben seiner Musik war Vincent Belorgey auch als Schauspieler aktiv und wirkte unter anderem in Filmen seines Freundes Quentin Dupieux wie „Nonfilm“ und „Steak“ mit. In früheren Gesprächen mit „Le Parisien“ blickte der im Pariser Stadtteil Barbès geborene und in Pantin aufgewachsene Künstler oft auf seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen zurück.

Der plötzliche Tod löste große Anteilnahme aus. Kulturministerin Catherine Pégard erklärte im Onlinedienst X, dass Frankreich eine seiner einzigartigsten Stimmen verliert. Seine Musik sei zugleich tanzbar und nostalgisch und werde weiterhin Generationen und Grenzen überschreiten, so die Ministerin laut AFP.

Neben Kulturministerin Catherine Pégard meldete sich auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zu Wort. Auf Instagram würdigte er den verstorbenen Musiker mit den Worten: „Kavinsky – für immer ein französischer Stolz.“

In der Szene der elektronischen Musik löste die Nachricht ebenfalls eine Welle der Anteilnahme aus. Zahlreiche Wegbegleiter und französische Kollegen aus dem „French Touch“-Umfeld – darunter Umfeld-Partner von Daft Punk, Justice, Cassius und Phoenix – drückten in den sozialen Medien und Fachmedien ihre Trauer und ihren Respekt für sein Schaffen aus. (mit afp)