Der Frost zieht sich zum Montag zurück, bis dahin kann es aber noch einmal richtig glatt werden. Auch der NRW-Schulunterricht ist betroffen.
Auch Köln betroffenDWD hebt Glatteis-Warnung teilweise auf – NRW-Schulen bleiben geschlossen

In der Nacht zu Montag kann es in ganz Deutschland glatt werden. Die Schulen in NRW bleiben geschlossen. (Symbolbild)
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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Glatteis-Warnung für Teile Nordrhein-Westfalens wieder aufgehoben. Vom Niederrhein bis nach Düsseldorf, Duisburg und Essen besteht nach Einschätzung der Meteorologen keine große Gefahr mehr durch überfrierende Nässe.
Für die übrigen Teile von NRW wird weiter bis 10 Uhr mit der zweithöchsten Warnstufe vor glatten Straßen gewarnt. Die Region Köln und Bonn lag gegen 8.20 Uhr noch knapp an der Grenze des Warngebiets. In Ostwestfalen könne es sogar bis 13 Uhr noch gefährlich glatt werden, schreibt der DWD.

Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes von Montagmorgen.
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Bislang keine Glatteis-Problemlage in der Region Köln – Unfälle im Sauerland
Eine Unwetterlage blieb am Montagmorgen auch in den höheren Lagen um Köln zunächst aus. Auf den Leitstellen der Polizei in Bergheim und der Feuerwehr in Kerpen startet der Montag ohne besondere Vorkommnisse. Auch im Oberbergischen Kreis blieb es „ruhiger als erwartet“, hieß es von einem Pressesprecher der Polizei. In Drabenderhöhe ist laut Polizei ein Auto in Höhe der Haltestelle Oberbech in den Graben gerutscht. Es ist zum Glück bei Blechschaden geblieben.
Im Kreis Rhein-Sieg kam das angekündigte Glatteis nicht, die Straßen blieben verhältnismäßig leer für einen Montagmorgen. Auf einigen ICE-Strecken reduzierte die Deutsche Bahn jedoch sicherheitshalber die Höchstgeschwindigkeit.
Im Sauerland ist es unterdessen am Montag zu mehreren wetterbedingten Unfällen gekommen. Auf der Autobahn 46 bei Iserlohn geriet nach ersten Informationen ein Sattelschlepper ins Rutschen. Ein Auto prallte in den Auflieger. Die Polizei warnte vor Ort vor Glätte. Die Autobahn wurde in Richtung Hemer für die Bergungsarbeiten gesperrt.

Ein Auto ist auf der A46 bei Iserlohn in den Auflieger eines Sattelschleppers geprallt.
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Auch rund um das Autobahnkreuz Olpe kam es auf der A4 und der A45 zu mehreren Unfällen. In Ostwestfalen ging es wegen des gefrierenden Regens etwa auf der A44 Richtung Kassel nur sehr langsam voran.
Nach Problemen durch den Wintereinbruch in ganz Deutschland und einem sehr frostigen Wochenende hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut eine Warnmeldung herausgegeben: In der Nacht zu Montag (12. Januar) kann es in weiten Teilen Deutschlands Glatteis geben. Betroffen war ganz Nordrhein-Westfalen, also auch Köln und die Region. Daneben besteht weiter eine Warnung vor mäßigem Frost, die für den ganzen Sonntag gilt.
In der Warnung des DWD vor Glatteis heißt es, dass sie von Mitternacht bis 10 Uhr am Montagmorgen gilt – auch für Köln. Fast ganz Westdeutschland gehört zum betroffenen Bereich, lediglich Schleswig-Holstein, Hamburg sowie weite Teile der östlichen Bundesländer sind ausgenommen.
Die gefährliche Wetterlage hat auch Auswirkungen auf die Schulen: Wie das NRW-Schulministerium am Sonntagnachmittag mitteilte, fällt der Präsenzunterricht landesweit am Montag aus. Grund sei die Vorwarnung des DWD, heißt es in der Mitteilung. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. Die Kitas bleiben hingegen geöffnet.
Regen wird zu Glatteis in der Nacht zu Montag
Ab der Nacht zieht dann auch im Westen Niederschlag auf. Nach einer kurzen Schneephase geht der Niederschlag laut DWD in Regen über, der auf den noch sehr kalten Böden gefriert. Daher bestehe verbreitet Gefahr von Glatteis. Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen. Im Laufe des Montagvormittags setzt sich von Südwesten dann mildere Luft durch, sodass sich die Lage allmählich entspannt.
Auch der meteorologische Dienst Kachelmannwetter warnt vor der Gefahr durch Eisregen. Der „Übergang von eisigem Hochwinterwetter zu einer deutlichen Milderung“ gehe mit einer brisanten Wetterlage einher, heißt es. Die Niederschläge, die mit dem Wetterumschwung kommen, fallen zunächst als Schnee und dann als Regen vom Himmel. Es sei mit „Unwettergefahr durch Glatteisregen zu rechnen“.
Ab Dienstag setzt sich denn überall mildere Luft durch, im Westen und Südwesten sind sogar Temperaturen von über 10 Grad möglich. Das Winterwetter ist dann vorerst vorbei. Für Köln rechnet „Wetter Online“ im Verlauf des Montags mit 8 Grad, am Dienstag können demnach sogar 10 Grad erreicht werden.
Bahnverkehr rollt nach Schnee-Chaos erst seit Sonntag wieder
Bis aber am Montag auch die Böden aufgetaut sind, müssen sich alle Verkehrsteilnehmer erneut auf Behinderungen einstellen. Es wird zu gefährlichen Situationen auf den Straßen kommen. Ob auch die Deutsche Bahn erneut betroffen sein wird, ist noch unklar. Erst am Sonntag normalisierte sich die Lage auf den Schienen nach dem nahezu kompletten Stillstand in Norddeutschland allmählich wieder.
Die Bahn hatte wegen Wintersturm „Elli“ den Fernverkehr im Norden Deutschlands seit Freitag zeitweise komplett eingestellt. Als Ursache der anhaltenden Probleme wurden Schneeverwehungen auf bereits geräumten Gleisen sowie eingefrorene und blockierte Weichen genannt.
Frostige Nacht zu Sonntag wegen Polarfront
Die Nacht zu Sonntag war überall in Deutschland sehr kalt. Selbst in Köln sanken die Temperaturen auf minus 7 Grad. An anderen Orten wurde es noch viel kälter: Nach Auskunft des DWD vom Sonntagvormittag wurden in der Lüneburger Heide Werte um minus 19 Grad registriert.
Hier wurde es sogar kälter als auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg. Diese Messungen seien aber noch unbestätigt. In NRW war es in Eslohe im Sauerland wohl mit minus 17 Grad am kältesten, in Bielefeld wurden minus 14 Grad gemessen.
„Die ersten Januartage waren deutlich kälter als das, was wir im klimatologischen Mittel erwarten würden“, erklärte Andreas Walter, Klima-Experte beim DWD. Es handele sich um eine Polarfront, die Deutschland treffe. Unfälle wegen Glätte gab es zuletzt aber vergleichsweise wenig, da es weitgehend trocken blieb. (mit jv)
