Köln – Das Förderprogramm der Stadt Köln zur Anschaffung von Lastenfahrrädern stößt auf so große Resonanz, dass die Fördersumme von ursprünglich 200.000 Euro auf 1,1 Millionen Euro aufgestockt werden soll. Wegen der großen Nachfrage hatte Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Februar erklärt, dass alle förderfähigen Anträge, die bis zum 30. Juni gestellt werden, positiv beschieden werden. Das Programm läuft seit 1. Januar.
Wie die Stadt nun mitteilte, lagen bis 23. Mai mehr als 400 Anträge mit einem Volumen von 800.000 Euro vor. Davon seien bereits 340 im Gesamtwert von 560.000 Euro bewilligt. Die Stadt unterstützt Firmen mit maximal neun Mitarbeitern, Selbstständige, Freiberufler, Vereine, Verbände, Schulen, Kitas, Jugendzentren oder Hausgemeinschaften beim Kauf eines Lastenrads mit oder ohne elektrische Unterstützung. Die Räder müssen mindestens 50 Kilo Zuladung haben und mindestens drei Jahre genutzt werden. Gezahlt werden 50 Prozent der Kosten bis maximal 2500 Euro (bei Gespannen mit Anhänger bis 3000 Euro).
Am 18. Juni entscheidet der Verkehrsausschuss über die Budgeterhöhung. Die Verwaltung erklärte, die meisten Anträge hätten „kleine und mittelständische (Handwerks-)Unternehmen“ gestellt. Die von den Antragstellern eingereichten Nutzungskonzepte legten überzeugend dar, dass durch die Lastenräder Pkw-Fahrten eingespart würden. Insgesamt werde so „ein bedeutender Beitrag zur Luftreinhaltung geleistet“ und das Ziel unterstützt, Fahrverbote zu vermeiden. Die Förderung soll evaluiert werden. (fu)
