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Apartments auf vier EtagenAbbruch auf der Hohe Straße beginnt

3 min

Abbruch des Eckhauses auf der Hohe Straße

Der leerstehende Block an der Ecke Schildergasse wird komplett einem Neubau weichen.

Auf der Hohe Straße/Ecke Schildergasse beginnt der Abbruch der seit langem leerstehenden Geschäftshäuser. Rundherum wurden bereits Bauzäune aufgebaut. Auf dem Grundstück wird der Kölner Immobilienentwickler Art-Invest komplett neu bauen. Bis zum Frühjahr 2029 soll hier ein sechsstöckiger Komplex mit viel Glas entstehen. In den ersten beiden Etagen sind Räume für Einzelhandel vorgesehen. In den oberen vier Etagen werden sogenannte „Serviced Apartments“ entstehen. Das sind vollständig möblierte Wohnungen mit eigener Küchenzeile, für die hotelähnliche Dienstleistungen wie Reinigung dazugebucht werden können. Der Vermietungszeitraum reicht von einer Nacht bis zu mehreren Monaten.

Der geplante Neubau: In den beiden unteren Etagen ist Einzelhandel vorgesehen, in den oberen vier entstehen Apartments.

Der geplante Neubau: In den beiden unteren Etagen ist Einzelhandel vorgesehen, in den oberen vier entstehen Apartments.

Zu dem Riegel, der nun abgebrochen wird, gehören das ehemalige Ladenlokal des Juweliers Wempe, der bereits 2022 aus- und zum Wallrafplatz umgezogen ist, und einige kleinere marode Gebäude aus den 1950er Jahren. Das neuerrichtete Gebäude soll sich architektonisch dem benachbarten, ebenfalls von Art-Invest 2018 errichteten Block an der Ecke Gürzenichstraße anschließen. Er steht seit 2025 weitgehend leer, nachdem die Modemarke Uniqlo auszog. Hier ist derzeit nur noch die Edel-Haushaltsgerätemarke Dyson vertreten.

Ehemaliges Uniqlo-Haus wird umgebaut

„Dieses Gebäude wird sehr stark umgebaut“, sagt Projektleiter Jonas Ede von Art-Invest. „Es wird wesentlich kleinteiliger werden.“ Uniqlo hatte fünf Etagen bespielt. Nun sollen auch hier auf den oberen Etagen Apartments entstehen. Ein Nachmieter für die Einzelhandelsfläche sei bereits gefunden, so Ede, könne aber öffentlich noch nicht genannt werden. Der Block mit den riesigen Schaufenstern war speziell für Uniqlo gebaut worden, doch offensichtlich hat sich die mehrstöckige Präsentation nicht als wirtschaftlich herausgestellt. Uniqlo zog in ein herkömmliches ehemaliges Ladenlokal von H&M auf die Schildergasse um, weil man diese Lage als „prominenter“ empfand.

Wohnungen auf Hohe Straße sind bei mehreren Projekten vorgesehen

Wohnungen in der Fußgängerzone – das war früher undenkbar, nun sind sie angesichts der Einzelhandelskrise bei mehreren Projekten vorgesehen. So wird ab dem nächsten Jahr das Mediamarkt-Gebäude auf der Hohe Straße komplett umgebaut. Künftig wird es nur im Erdgeschoss Einzelhandel geben. In der ersten Etage sind Büroflächen vorgesehen und in den oberen Etagen Apartments und sieben Maisonette-Wohnungen mit 800 Quadratmeter Wohnfläche inklusive Terrassen und Dom-Blick. Eine Fertigstellung ist für den Herbst 2028 vorgesehen. Die Bayerische Versorgungskammer (BVK), der Investor des Dom-Hotels, will das Gebäude Hohe Straße 67 zu einem sogenannten Boarding Haus mit 27 Mikroapartments umbauen. Die BVK begründet ihre Pläne mit „der angespannten Vermietungssituation für Einzelhandelsflächen“.

Besonders die kleinteilig bebaute und nach dem Krieg schnell wieder hochgezogene Hohe Straße leidet unter einem großen Sanierungsstau. Da die Vermietungen jahrzehntelang gut liefen, investierten die Eigentümer kaum in die Gebäude. Das rächt sich nun: Für manche Ladenlokale sind nur schwer hochwertige Nachmieter zu finden und die nachgefragten Flächen werden kleiner. Auf der anderen Seite starten nun große Um- und Neubauten wie von Art-Invest. Dies hat aber auch zur Folge, dass die Hohe Straße über Jahre eine Baustelle sein wird.