Alternative Kölner EhrenbürgerschaftGerhart Baum und „kölsche Linda“ geehrt

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Für ihren Kampf um Menschenrechte geehrt wurden Gerhart Baum und Linda Rennings (2. und 3. v. links). Überreicht wurden die Preise von Irene Franken, Mitgründerin des Frauengeschichtsvereins (l.) und Pfarrer Franz Meurer. Beide wurden in den Vorjahren mit der "Alternativen Kölner Ehrenbürgerschaft" ausgezeichnet. Alle vier stehen nebeneinander auf dem Podium und freuen sich.

Für ihren Kampf um Menschenrechte geehrt wurden Gerhart Baum und Linda Rennings (2. und 3. v. links). Überreicht wurden die Preise von Irene Franken, Mitgründerin des Frauengeschichtsvereins (l.) und Pfarrer Franz Meurer.

Tiefe Menschlichkeit und Kampfgeist verbindet den Ex-Innenminister und die ehemals obdachlose Kölnerin. Gemeinsam wurden sie dafür geehrt.      

Einen leidenschaftlicheren Laudator hätte sich Linda Rennings nicht wünschen können. Gerhart Baum, der am Sonntag gemeinsam mit Rennings mit der „Alternativen Kölner Ehrenbürgerschaft“ geehrt wurde, schätzte sich „sehr glücklich, dass wir diesen Preis zusammen bekommen. Durch Menschen wie Sie, Linda Rennings, lebt eine soziale Demokratie. Sie öffnen uns die Augen für das, was viele von uns ausblenden. Und sie handeln“. Die Kölnerin Rennings und Gerhart Baum, Wahlkölner seit 70 Jahren, wurden am Sonntag für ihren Kampf um die Menschenrechte „von oben und von unten“ ausgezeichnet.

Der wirkmächtigste aller Kölner Bürger.
Konrad Adenauern über Gerhart Baum

Gerhart Baum führt ihn vor den Gerichten und als Politiker seit fünf Jahrzehnten, er ist sein Lebenswerk. Dass von Rennings, der „kölschen Linda“, ist die Hilfe für obdachlose Frauen; auch sie musste Jahre auf der Straße leben. „Wer obdachlos ist, wird unsichtbar. Rauscht nicht vorbei. Ein Euro tut Euch nicht weh“, appelliert sie. „Wer auf der Straße lebt, braucht auch Geld fürs Duschen und Wäsche waschen.“

Für das Menschenrecht Wohnen setzt sich Baum seit langem ein. Martin Stankowski zitiert eine Äußerung Baums von 1971, damals war der langjährige Bundesinnenminister vier Jahre lang Ratsmitglied der FDP in Köln. „Wir können nicht verantworten, dass Häuser leer stehen, während es großen Bedarf an Wohnraum gibt.“ Als Unterstützer des Vringstreffs kämpft Baum, für Konrad Adenauer „der wirkmächtigste aller Kölner Bürger“, weiter um Wohnraum für alle Menschen.

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