Köln – Zwei Wochen nach dem Zusammenstoß zweier Straßenbahnen nahe des Neumarkts hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen eine Bahnfahrerin (42) eingeleitet. Es geht um den „Anfangsverdacht der fahrlässigen Körperverletzung“, teilte ein Behördensprecher mit. Bei dem Unfall waren 13 Fahrgäste leicht verletzt worden. Die schwersten Verletzungen hatte die Bahnfahrerin selbst erlitten, auch ihr Kollege musste im Krankenhaus behandelt werden.
Ein Sachverständiger ist unmittelbar nach dem Zusammenstoß von der Staatsanwaltschaft mit der Rekonstruktion des Geschehens beauftragt worden, dabei geht es vor allem um das Signal einer Weichen-Ampel. Am Mauritiussteinweg war die Linie 7 plötzlich nach links abgebogen – direkt vor die Linie 1. Derzeit gilt es als wahrscheinlich, dass die Bahnfahrerin die Weichenstellung übersehen hat. Auch bei einem Signalausfall hätte sie laut Vorschrift anhalten müssen, um die Weichenstellung zu prüfen. Die Weichen können von den Fahrerinnen und Fahrern per Schlüsseldrehung gestellt werden. (tho)

