Der Kölner Arzt Detlef Gysan, Mitbegründer des Vereins Blau-Gelbes Kreuz, ist tot. Das teilte der deutsch-ukrainische Verein am Freitag mit.
Blau-Gelbes KreuzDeutsch-ukrainischer Verein trauert um Mitbegründer

Dr. med. Detlef Bernd Gysan, Mitbegründer des Vereins Blau-Gelbes Kreuz, ist am 10.März 2023 verstorben.
Copyright: Blau-Gelbes Kreuz
Er setzte sich leidenschaftlich für die Ukraine und ihre Menschen und für die freie Ukraine in einem friedlichen und demokratischen Europa ein. In der vergangenen Woche ist der Mitbegründer des Blau-Gelben Kreuzes, der Kölner Arzt Dr. Detelf Gysan, nun plötzlich verstorben, wie der deutsch-ukrainische Verein am Freitag mitteilte.
Nach der Annexion der Krim durch Russland begann der Mediziner 2014 gemeinsam mit seiner aus der Ukraine stammenden Frau Linda Mai Waisenkinder und medizinische Einrichtungen in der Ukraine zu unterstützen. Aus dieser Kölner Initiative entwickelte sich 2017 der deutsch-ukrainische Verein Blau-Gelbes Kreuz, in dessen Vorstand er Verantwortung übernahm.
Schmerzlicher Verlust für den Verein
„Detlef Gysan haben wir es maßgeblich zu verdanken, dass wir seit dem 24. Februar 2022 in so großartiger und erfolgreicher Weise humanitäre Unterstützung für die Ukraine von Köln aus leisten können“, teilte der Verein mit. „Der plötzliche Tod unseres Mitbegründers stellt für uns einen schmerzlichen Verlust dar.“
Gysan wurde 1956 auf der Insel Rügen geboren, studierte er zunächst in der DDR Medizin. Er weigerte sich jedoch als Mitglied der Rostocker medizinischen Fakultät zum Offizier der Nationalen Volksarmee ernannt zu werden und wurde von 1985 bis 1987 politisch inhaftiert. Mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland konnte er nach Köln emigrieren, wo er an der Universität zum Facharzt für Innere Medizin ausgebildet wurde und später eine anerkannte kardiologische Praxis betrieb. Ausgezeichnet mit dem Hufeland-Preis für Präventivmedizin, wurde er an der Universität Witten-Herdecke habilitiert und lehrte dort als Privatdozent.
Die Trauerfeier findet am Samstag, den 25 März um 9 Uhr in der Pfarrkirche St. Pankratius in Junkersdorf statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem dortigen Friedhof.