Die Solidarität mit den Demonstranten im Iran erreicht Köln: Für den kommenden Samstag sind zahlreiche Kundgebungen und ein großer Protestzug durch die Innenstadt geplant.
Proteste am WochenendeKöln bereitet sich auf große Iran-Demos vor

Ein Demonstrant mit einem Plakat (Symbolbild)
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Der Massenprotest gegen das Mullah-Regime im Iran, das mit massiver Gewalt gegen Demonstranten vorgeht, schwappt auch nach Köln: Bei der Polizei gehen immer mehr Anmeldungen für Demonstrationen als Standkundgebung oder als Aufzug durch die Stadt ein. Bereits am Sonntag gab es zwei Veranstaltungen mit mehreren hundert Teilnehmern. Am Montagvormittag meldete die Kölner Polizei sieben neue Anmeldungen für Protestveranstaltungen im Stadtgebiet.
Dabei kristallisiert sich der kommende Samstag als Haupt-Protesttag heraus. Von Deutz über den Roncalliplatz bis zum Neumarkt sind Kundgebungen unter dem Motto „Solidarität mit dem Demonstranten im Iran“ angemeldet. Bisher werden rund 2700 Personen für die verschiedenen Veranstaltungen angemeldet. Es wird von der Polizei erwartet, dass es wesentlich mehr Menschen werden.
Demos am Samstag in Köln
Um 13 Uhr beginnt etwa eine Veranstaltung auf dem Roncalliplatz mit etwa 800 Teilnehmern. Schon um 12 Uhr wollen rund 500 Menschen vom Neumarkt durch die Innenstadt zum Rudolfplatz laufen. Um 14 Uhr gibt es eine Demo auf dem Ottoplatz, zeitgleich soll auch auf der Domplatte demonstriert werden. Weitere Aktionen werden auf dem Neumarkt und Bahnhofsvorplatz erwartet. Die Polizei wird in Kürze Kontakt zu den privaten Anmeldern aufnehmen und sogenannte Kooperationsgespräche führen. Vor allem im Vorfeld größerer Versammlungen setzt die zuständige Versammlungsbehörde im Vorfeld ein Kooperationsgespräch an, um den geplanten Ablauf zu besprechen und organisatorische Fragen zu klären. Geplant ist, die Demonstrationen zu einem großen Protestzug zusammenzulegen. Details wollen Anmelder und Polizei in den kommenden Tagen mitteilen. Schon jetzt ist klar: Es wird am kommenden Samstag zu Verkehrsbehinderungen und gesperrten Straßen in der Innenstadt kommen.
Zuletzt gab es in Köln vor vier Jahren eine große Demo zur Unterstützung der Proteste im Iran. Die Veranstalter hatten dafür 6000 Teilnehmer angemeldet. Auslöser der Massenproteste im Iran im Herbst 2022 war der Tod einer 22 Jahre alten iranischen Kurdin. Die Polizei hatte sie festgenommen, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll.
