Köln – Der Stadtentwicklungsausschuss des Rates hat sich am Donnerstag nicht mit dem möglichen Bau zweier Hochhäuser am Fernsehturm „Colonius“ beschäftigt. Die CDU hatte die Vertagung beantragt, es ist eine übliche Vorgehensweise, wenn eine politische Einigung nicht in Sicht ist. Damit dürfte sich das Projekt erneut verzögern, eigentlich sollte das 100-Millionen-Projekt ja dieses Jahr stehen. Investor Parkview war am Donnerstag erneut für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Wie berichtet, will Parkview dort statt zweier großer Wohnhäuser mit rund 600 Wohnungen nun zwei Hochhäuser (104 und 62 Meter) bauen lassen, in denen Hotelzimmer und Büros vorgesehen sind. Das ist das Ergebnis vieler Umplanungen, auch die Stadtverwaltung favorisiert die Variante. Die anderen beiden Alternativen: Zwei Wohnhäuser (104 und 24 Meter) oder das Ende der Pläne.
Ein Problem ist unter anderem, wie der weniger lukrative öffentlich geförderte Wohnungsbau mit günstigen Mieten zu refinanzieren ist und wie er untergebracht wird. Linke, FDP, SPD und Grüne sprechen sich für Wohnen aus, die CDU will das dort nicht.
Unabhängig vom drohenden Aus für die Wohnungen am „Colonius“ hat die Generalversammlung des Kölner Mietervereins eine Resolution verabschiedet. Sie fordert Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) auf, eine wohnungspolitische Offensive auf den Weg zu bringen. Das Gremium wählte zudem den bisherigen Vorsitzenden Franz-Xaver Corneth (siehe Bild) erneut zum Vorsitzenden, die Wahl gilt für vier Jahre. Corneth ist seit 2007 im Amt. (mhe)
