Ein Vergleichsportal hat die jährlichen Kosten für Klospülungen in den 100 größten deutschen Städten untersucht.
Bundesweiter VergleichIn Köln ist die Klospülung am billigsten

In Köln kostet der Toilettengang nicht mal einen Cent.
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Wer hätte gedacht, dass es einen Unterschied macht, in welcher deutschen Stadt man die Toilette aufsucht? Das „Geschäft“ selbst ist davon nicht betroffen, aber zumindest finanziell hat das Konsequenzen. Das Informationsportal „Betrugstest.com“ hat die Wassertarife der Stadtwerke der 100 größten deutschen Städte miteinander verglichen. Dabei kam heraus: In Köln ist die Klospülung am billigsten.
Gerade mal 0,81 Cent kostet laut dem Vergleichsportal ein einzelner Spülgang in Köln. Aufs Jahr gerechnet - ausgegangen wird von fünfmal täglich Abziehen bei einem handelsüblichen Drei-Liter-Spülkasten - verursacht das Kosten von 14,73 Euro. Woran das liegt? An den hiesigen niedrigen Frisch- und Abwasserkosten. Dass die Kosten anderswo höher sind, liegt an vielen verschiedenen Faktoren zur Gewinnung und Aufbereitung des Wassers.
Spitzenreiter liegt in Sachsen-Anhalt
Mehr als das Doppelte bezahlt der Toilettenbesucher laut dem Internetportal in Halle (Saale): Mit jährlich 35,42 Euro und 1,94 Cent pro Spülgang ist die Stadt in Sachsen-Anhalt Spitzenreiter. Ähnlich tief in die Tasche fürs große und kleine Geschäft greifen, müssen die Menschen jedes Jahr in Potsdam (34,66 Euro), Solingen (34,10 Euro) und Bremerhaven (33,78 Euro). Auf dem sechsten Platz der Rangliste landet das benachbarte Mönchengladbach: Hier werden pro Jahr 31,15 Euro fürs Aufsuchen des WCs nötig. Fast so günstig wie in Köln ist der Toilettengang nur in Oldenburg (15,82 Euro) und Regensburg (15,88 Euro).
StEB erhöht die Abwassergebühren
Ob Köln die bundesweit niedrigsten Gebühren fürs Abspülen halten kann, ist unklar. Denn auch hier wird, wie im Oktober berichtet, erhöht. „Nachdem wir die Gebühren seit 2017 konstant halten konnten, passen wir sie nun nur sehr moderat und deutlich unter den Inflationsraten der letzten Jahre an. Damit bleiben wir bei den Abwassergebühren bundesweit eine der günstigsten Städte“, sagt Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln. In Zahlen heißt das: Die durchschnittliche Gebühr eines Musterhaushalts pro Person und Tag wird demnach ab 2024 von 32,4 Cent um 0,6 Cent auf 33 Cent angehoben. Das entspricht einer durchschnittlichen Erhöhung von 1,97 Prozent.