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Demonstrationen in Köln
Aufzug von AfD-nahem Bündnis gescheitert – Chaos in der Südstadt

4 min

Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit fanden in der Südstadt gleich mehrere Demonstrationen statt. Dabei ging es turbulent zu.

Für den Tag der Deutschen Einheit waren in der Kölner Südstadt mehrere Demonstrationen angekündigt. So wollte unter anderem das Bündnis „Köln steht auf“ mit einem Gedenkzug vom Chlodwigplatz über die Severinstraße und die Hohe Pforte zum Roncalliplatz vor den Kölner Dom ziehen. Das ging schief, weil sich Tausende Kölnerinnen und Kölner in einer Gegendemonstration in den Weg stellten.

Aufgerufen zu der Veranstaltung hatten in den sozialen Netzwerken unter anderem eine Politikerin der Kölner AfD. Verschiedene Bündnisse hatten Gegenproteste angekündigt. 

Die Polizei mit dem Hinweis auf den Einsatz von Drohnen.

Vor der Demo in der Südstadt: Die Polizei mit dem Hinweis auf den Einsatz von Drohnen.

18 Uhr: Damit verabschiede ich mich aus dem Liveticker: In der Kölner Südstadt sind am Tag der Deutschen Einheit viele Menschen auf die Straße gegangen. Der Aufzug des AfD-nahen Bündnisses kam nicht bis zum Dom, die Abschlusskundgebung wurde zurück auf den Chlodwigplatz verlegt. Danke fürs Mitlesen! Den Tag und seine wichtigsten Momente gibt es hier noch einmal im Überblick.

17.15 Uhr: Die Kundgebung läuft nach anfänglichen technischen Problemen. Es kommt immer wieder zu lauten Zwischenrufen von der Gegendemonstration. Die Lage rund um den Chlodwigplatz hat sich jedoch entspannt.

16.50 Uhr: Der Aufzug des AfD-nahen Bündnisses zum Kölner Dom ist abgesagt, da es kein Durchkommen gibt. Die Abschlusskundgebung wird nun in Absprache mit der Polizei auf den Chlodwigplatz verlegt. Dort wird jetzt eine kleine Bühne aufgebaut.

Die rechtsradikalen Demonstranten sind in der Minderheit.

Die rechtsradikalen Demonstranten waren in der Kölner Südstadt klar in der Minderheit.

16.30 Uhr: Das Bündnis „Köln steht auf“ kommt in der Südstadt nicht durch. Die rund 20 AfD-Anhänger sind inzwischen wieder auf den Chlodwigplatz zurückgekehrt.

16 Uhr: Nach längerer Verzögerung ist der Gedenkzug des AfD-nahen Bündnisses gestartet. Nach wenigen Metern auf der Severinsstraße wurde der Aufzug jedoch wieder von Gegenprotesten gestoppt. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei.

Die Lage in der Kölner Südstadt ist recht unübersichtlich, da viele Menschen feststecken. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um die teilweise angespannte Situation zu entschärfen.

Einige Gegendemonstranten diskutierten mit der Polizei.

Einige Gegendemonstranten diskutierten mit der Polizei.

Es gibt aber auch herzliche Momente: Einige Teilnehmer der Gegendemonstration vertreiben sich die Zeit auf dem Chlodwigplatz mit Schunkeln und singen den kölschen Klassiker „In unserem Veedel“. 

15.50 Uhr: Inzwischen ist der Gedenkzug am Chlodwigplatz eingekesselt. Der Weg über die Severinsstraße in Richtung Kölner Dom ist von den Gegendemonstranten komplett mit Autos versperrt worden. Es geht nichts mehr.

15.30 Uhr: Die Kölner Polizei kann bestätigen, dass deutlich mehr Menschen als angekündigt zur Gegendemonstration in die Kölner Südstadt gekommen seien. Die Behörde spricht von einer hohen vierstelligen Zahl.

Unterdessen verzögert sich der Start des Gedenkzugs weiter. Man würde sich besprechen, heißt es.

15.10 Uhr: Beim Aufzug des AfD-nahen Bündnisses tut sich weiterhin nichts. Wir haben keine Informationen, wieso der Gedenkzug Richtung Innenstadt nicht losgeht. Um sich die Zeit zu vertreiben, wird Nenas Song „99 Luftballons“ von der Kölner AfD gespielt.

Das Auto eines AfD-Anhängers wurde in Köln mit einem Aufkleber versehen.

Das Auto eines AfD-Anhängers wurde in Köln mit einem Aufkleber versehen.

14.55 Uhr: Der Gedenkzug von „Köln steht auf“ steckt weiterhin vor der Severinstorburg fest. Dabei schwenken die AfD-Anhänger einige Deutschlandflaggen. Auch eine weiße Flagge ist zu sehen.

14.45 Uhr: Augenzeugen zufolge sind dem Aufruf des Bündnisses „Köln steht auf“ gerade einmal zwei Dutzend Menschen gefolgt. Einige von ihnen versuchen, die Gegendemonstranten zu provozieren, woraufhin es laute Protestrufe gab.

14.30 Uhr: Immer mehr Kölnerinnen und Kölner strömen in die Südstadt. Der Chlodwigplatz ist voller Menschen, kaum ein Platz ist frei. Der Verkehr im Kreisel kam zum Erliegen. In der Zwischenzeit haben auch die „Bläck Fööss“ einen Auftritt hingelegt.

Demo auf dem Chlodwigplatz in Köln.

Auf dem Chlodwigplatz haben sich viele Menschen versammelt, um gegen die AfD zu protestieren.

14 Uhr: Die Kölner Polizei spricht von einer ruhigen Lage. Bisher habe es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gegeben. Auf der Lkw-Bühne tritt nun die „Band ohne festen Wohnsitz” auf.

13.45 Uhr: Bis auf wenige Ausnahmen haben es bisher kaum AfD-Anhänger auf den Chlodwigplatz geschafft. Der Gegenprotest ist hingegen überwältigend. Allein auf dem Karthäuserwall stehen mehr als 1500 Menschen.

Eine Demonstrantin mit einem Plakat auf dem Karthäuserwall.

Eine Demonstrantin von der südstadtbekannten Band „Eierplätzchenband“ mit einem Plakat auf dem Karthäuserwall.

Der Chlodwigplatz ist fast vollständig abgesperrt und die Polizei kontrolliert alle Passantinnen und Passanten sehr gründlich. Rund um den Kreisverkehr haben sich ebenfalls viele Gegenprotestierende versammelt.

13.15 Uhr: Am Kölner Chlodwigplatz ist die Lage derzeit noch ruhig, aber immer mehr Menschen strömen Richtung Severinstorburg. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und hat einige Absperrungen errichtet. Trotzdem haben Gruppierungen der Antifa versucht, auf den Chlodwigplatz durchzudringen.

Die Band Queerbeat bei ihrem Auftritt neben der Severinstorburg.

Die Band Queerbeat bei ihrem Auftritt neben der Severinstorburg.

Dem Aufruf des „Spontanen Südstadt-Bündnisses gegen Rechts“ unter dem Motto „Köln(er Südstadt) bleibt stabil“ sind viele Kölnerinnen und Kölner gefolgt. Auf der Ladefläche eines Lkws tritt die Kölner Band Querbeat auf. Statt „Guten Morgen Barbarossaplatz“ hieß es dieses Mal „Guten Morgen Chlodwigplatz“.

13 Uhr: Für den heutigen Samstag sind in der Kölner Südstadt mehrere Versammlungen angekündigt. Das Bündnis „Köln steht auf“ will ab 14 Uhr mit rund 200 angemeldeten Personen am Chlodwigplatz starten.

Geplant ist ein Aufzug über die Severinstraße und die Hohe Pforte zum Roncalliplatz; dort soll um 17 Uhr eine Kundgebung beginnen.

Gegenprotest ist unter anderem nahe dem Kartäuserwall und entlang der Strecke angekündigt. Die tatsächliche Teilnehmerzahl und der Verlauf sind noch offen. (red)