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Rekord-DürreDer Juli war in Köln so trocken wie noch nie

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Trockenes Gras auf den Poller Wiesen.

Trockenes, braun verfärbtes Gras auf den Poller Wiesen.

Im Juli 2026 sind in Köln nur sieben Prozent der Regenmenge gefallen, die durchschnittlich in einem Monat Juli zu erwarten sind.

Jetzt ist es amtlich: Der Juli 2026 war in Köln der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. „An der Messstation am Flughafen Köln/Bonn wurden im gesamten Monat nur 6,1 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen“, erläutert Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst Wetterkontor. Das war nicht mal halb so viel Regen wie der bisherige Tiefstwert aus dem Juli 1983 mit 13,9 Litern pro Quadratmeter. Dieser 43 Jahre alte Negativrekord wurde vom Juli 2026 geradezu pulverisiert. Die Wetterstation am Airport liefert seit 1957 Daten.

Auf dem dritten Platz folgt der Juli 2006 mit 17,0 Litern. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr sei es im Juli mit 120,3 Litern pro Quadratmeter deutlich zu nass gewesen, so Schmidt. „Im Juli 2021 fielen sogar 170,8 Liter, was fast der doppelten Regenmenge des langjährigen Durchschnitts von 87,4 Litern pro Quadratmeter entspricht.“ Im Juli 2026 sind mit 6,1 Litern Niederschlag also gerade einmal sieben Prozent der durchschnittlich in einem Juli zu erwartenden Regenmenge gefallen.

In NRW wurde der trockenste Juli seit 1881 registriert

Mit rund 269 Sonnenscheinstunden sei der Juli 2026 in Köln um etwa ein Drittel sonniger gewesen als im langjährigen Mittel, erklärt der Meteorologe. „Die Temperaturen lagen mit 20,8 Grad Celsius im Mittel um 1,8 Grad höher als der langjährige Durchschnitt.“ Noch wärmer sei es im Juli 2018 mit im Schnitt 21,7 Grad gewesen. „Am wärmsten war der Juli 2006 mit einer Mitteltemperatur von 23,3 Grad.“

Landesweit war die Trockenheit so schlimm wie nie zuvor in 145 Jahren. „Bezogen auf ganz Nordrhein-Westfalen war der Juli 2026 der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881“, berichtet Jürgen Schmidt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes seien nur 18 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. „Die Temperaturen betrugen im Juli in NRW im Tagesmittel 19,6 Grad. Das waren 1,8 Grad mehr als  im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.“

Rheinpegel steuert auf neue Tiefstwerte zu

Und die Trockenheit geht weiter. Größere Regenmengen seien weiterhin nicht in Sicht, betont der Meteorologe. „Am Dienstag kann es einige Schauer geben, aber die sind lokal begrenzt. Vielleicht fällt am Sonntag noch etwas Regen, aber das ist unsicher.“ Klar sei: Vor Mitte August werde es keine große Wetteränderung geben, so Schmidt. „Das stabile Hoch westlich und nordwestlich von Mitteleuropa verhindert weiterhin, dass größere Mengen feuchter Luft vom Atlantik ins Rheinland kommen. Die Tiefdruckgebiete mit ihren Regengebieten werden in Richtung Skandinavien abgelenkt.“

Durch die Trockenheit könnte der Rhein weitere Niedrigwasserrekorde brechen. Am Samstag, 1. August, wurde am Kölner Pegel ein Tagesmittelwert von 67 Zentimetern gemessen. Damit wurde das Rekordtief vom 23. Oktober 2018 um zwei Zentimeter unterschritten. Wegen der ausbleibenden Niederschläge sind in den nächsten Tagen weitere Tiefststände zu erwarten.