Ab August ersetzt ein preiswerteres Regionalticket das Deutschlandticket für 48.000 Kölner Schüler, was Familien finanziell entlastet.
Deutschlandticket Schule endetKöln kehrt zurück zum Schülerticket

Deutlich preiswerter soll es für Schülerinnen und Schüler beim Abo für den ÖPNV werden.
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Zum ersten August fällt für rund 48.000 Kölner Schülerinnen und Schüler das Deutschlandticket Schule weg. Stattdessen werden sie wieder ein deutlich preiswerteres Regionalticket abonnieren können. Eine entsprechende Vorlage der Verwaltung wurde am Mittwoch in einer Sondersitzung des Schulausschusses einstimmig angenommen. Für Familien bedeutet die Entscheidung − die final der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag beschließen wird – eine deutliche Entlastung. Sie zahlen statt 43 Euro für ein Deutschlandticket Schule dann monatlich 30,20 Euro für ein Ticket, das in der Region der Verkehrsverbünde Rhein-Sieg und Aachen gültig ist.
„Die starken Teuerungen beim Deutschlandticket haben viele Familien überfordert“, sagte Katharina Schmiedel von der Stadtschulpflegschaft. Auch Marie Hacker von der Bezirksschülerinnenvertretung befürwortete die Änderung. „Perspektivisch wollen wir eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV für Schülerinnen und Schüler“, sagte sie. Mit der Umstellung erwartet die Stadt auch selbst Einsparungen bei der Subvention für freifahrtberechtigte Schülerinnen und Schüler. Nach vorläufigen Schätzungen könnte der städtische Haushalt für das Schuljahr 2026/27 um rund 390.000 Euro entlastet werden. Der Geschwisterbonus bei Freifahrtberechtigten wird beibehalten.
Wahlmöglichkeit soll geprüft werden
„Es ist kein Naturgesetz, dass man nicht zwischen zwei Tickets wählen kann. Wir möchten, dass die Schülerinnen und Schüler das beste ÖPNV-Angebot dieser Stadt haben“, bekräftigte Oliver Seeck (SPD). Der Antrag seiner Partei: Die Verwaltung soll prüfen, auf welchem rechtlichen, organisatorischen und tariflichen Weg es perspektivisch möglich wäre, dass es eine Wahlmöglichkeit zwischen einem regionalen und einem deutschlandweit gültigen Ticket gäbe. „Es gibt Einzelfälle, in denen ein deutschlandweit gültiges Ticket beispielsweise aus familiären oder schulischen Gründen weiterhin als sinnvoll erachtet wird“, so die Begründung des einstimmig angenommenen Änderungsantrags.
In einer Petition mit über 9000 Unterschriften hatten sich die Unterzeichnenden ebenfalls für eine Wahlfreiheit ausgesprochen.
