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Diskret per Strichcode an der Kasse zahlenKnöllchen im Supermarkt – Wie geht das?

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Supermarkt Symbolbild

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Köln – Strafzettel an der Supermarktkasse bezahlen – diesen neuen Service will die Stadt Köln künftig anbieten. Doch wie funktioniert das eigentlich? Die wichtigsten Infos

Was genau ist geplant?

Mitte 2020 startet die Stadt einen einjährigen Pilotversuch. Bürger können dann Knöllchen, etwa fürs Falschparken, im Einzelhandel an der Kasse bezahlen – bar oder mit EC-Karte. Wenn der Versuch erfolgreich läuft, könnte das Projekt ausgeweitet werden. Denkbar wäre, im Supermarkt diverse Gebührenbescheide zu bezahlen oder sich Leistungen, etwa das Sozialamtes, auszahlen zu lassen.

Welche Geschäfte machen mit?

Bundesweit 12 000, darunter die Supermarktketten Rewe, Penny und Real, die Drogeriemärkte dm und Rossmann und die Baumarktkette toom. Organisiert werden die Zahlungsvorgänge über den kommerziellen Anbieter Cash Payment Solutions GmbH aus Berlin. Auf dessen Homepage „Barzahlen.de“ und der Smartphone-App kann man sich alle teilnehmenden Geschäfte in seinem Veedel auf einer Karte anzeigen lassen.

Wie läuft das Verfahren technisch ab?

Auf den Strafzetteln wird künftig ein Strichcode abgedruckt. Den lässt man an der Supermarktkasse scannen. Der zu zahlende Betrag wird dann auf die Rechnung gesetzt und kann bar oder mit Karte bezahlt werden – separat oder zusammen mit anderen Einkäufen. Der Dienstleister stellt sicher, dass das Geld bei der Stadt ankommt.

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Bekommen andere mit, was ich da bezahle?

Nein. Der Strichcode verrät es nicht. Auf der Quittung steht eine Transaktionsnummer, nicht etwa „Bußgeld Stadt Köln“. Auch Unternehmen nutzen das Verfahren, zum Beispiel Energieversorger. Online-Einkäufe lassen sich ebenfalls auf diese Weise bezahlen. Man outet sich also nicht automatisch als Verkehrssünder.

Warum bietet die Stadt diesen Service an?

Man wolle es den Bürgern möglichst einfach machen, ausstehende Forderungen zu bezahlen, und an der Supermarktkasse um die Ecke sei das für viele einfacher als per Überweisung, sagte eine Stadtsprecherin.

Gibt es schon Erfahrungen mit dem Verfahren?

Ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit sagte, man nutze Barzahlen.de bereits seit über einem Jahr bundesweit, um Leistungsbeziehern „in besonderen Notfallsituationen“ rasch Geld zur Verfügung zu stellen. Das funktioniere „diskret und ohne Kaufverpflichtung“, die Resonanz der Kunden sei laut einer Befragung „einhellig positiv“.