Köln – Corona verzögert erneut den Prozess gegen Reemtsma-Entführer Thomas Drach: Wie das Landgericht am Montag mitteilte, müssen die für Dienstag und Donnerstag geplanten Verhandlungstermine wegen der „Quarantäneverpflichtung eines notwendigen Prozessbeteiligten“ ausfallen. Wen die Quarantäneverpflichtung betrifft, teilte das Landgericht nicht mit.
Es handelt sich bereits um die dritte Verhandlungspause aufgrund einer Coronainfizierung eines Prozessbeteiligten in dem seit Anfang Februar laufenden Prozesses wegen besonders schweren Raubs und versuchten Mordes gegen den 61-Jährigen und einen mutmaßlichen Komplizen. Zunächst waren die Verhandlungstage zwischen dem 7. und 21. März, dann die am 29. und 31. März coronabedingt ausgefallen. Nun fallen erneut zwei Verhandlungstage aus. Am 26. April soll weiterverhandelt werden.
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Drach werden in dem Verfahren vier Raubüberfälle auf Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main sowie im hessischen Limburg zur Last gelegt. Da Drach auf zwei Geldboten geschossen und sie lebensgefährlich verletzt haben soll, ist er auch wegen versuchten Mordes angeklagt. Drach hatte 1996 den Erben eines Hamburger Tabakkonzerns entführt und erst gegen Lösegeld wieder frei gelassen. Für die Tat war er zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. (bks)


