Köln – Der Flughafen Köln/Bonn ist auch in Pandemie-Zeiten ein Umschlagpunkt für Markenpiraterie und Drogenschmuggel jeglicher Art. Nun zogen die Fahnder eine Bilanz der vergangenen zwei Monate. Am Airport hat der Kölner Zoll in den vergangenen acht Wochen mehr als 102 Kilogramm Marihuana, fast 10 Kilogramm Haschisch, knapp 22.700 Ecstasy-Tabletten, rund 3,6 Kilogramm Crystal Meth, fast zwei Kilogramm der Designerdroge 3-MMC und 300 Gramm Heroin aus dem Verkehr gezogen. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liegt bei mehr als 1,6 Millionen Euro. „Mittlerweile finden wir fast täglich Drogen in Paketsendungen. Neben dem Schmuggel auf der Straße und in Zügen ist das für uns der Klassiker„ sagt Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Schmuggler zeigen sich erfinderisch
Alle Drogensendungen wurden vom Zoll bei der Bekämpfung des internationalen Rauschgiftschmuggels auf ihrem Weg über den Köln/Bonner Flughafen kontrolliert. Dabei sind die Schmuggler bei ihrer Arbeit sehr erfinderisch; aber die Ermittler sind schlauer und schauen immer wieder genau hin. „Heroin in Handtaschen eingenäht, Crystal Meth eingelegt in Haargeltiegel oder Haschisch in einem Schachbrett sind nur einige der kreativen, aber dennoch erfolglosen Verstecke“, ergänzte der Sprecher des Hauptzollamtes.
Ende Dezember 2020 und Mitte Januar 2021 machten die Fahnder ganz andere Funde. Über 47 000 gefälschte FFP-2- Masken stellten die Beamten sicher. „Sie kamen aus China und erfüllten nicht den erforderlichen Sicherheitsstandards“, betonte der Sprecher. (ta)

