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BildungspreisDie Firma Codiviti gewinnt „Rheinischen Bildungsplatz“

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Simon (l) und Bo demonstrierten die Müllroboter. Irena von Boxberg (v.l.), Barbara Heumann, Susanne Ohmsen und Vera Grimm schauten zu. Foto: Rösgen

Simon (l.) und Bo demonstrierten die Müllroboter. Irena von Boxberg (v.l.), Barbara Heumann, Susanne Ohmsen und Vera Grimm schauen zu.

Ehrenfelder Grundschüler lernen Programmieren mit Hilfe der Firma Codiviti. Dafür erhielt sie jetzt den Preis „Rheinischer Bildungsplatz“.

Nur scheinbar sind der zehnjährige Simon und der ein Jahr jüngere Bo ins Spielen vertieft. Tatsächlich steuern sie mithilfe eines Tabletcomputers einen Roboter. Der rollt in einem bestimmten Kurs über den Fußboden, sammelt Müll auf und befördert ihn zu einer Deponie. Mit ihren Klassenkameraden in der Ehrenfelder Vincenz-Statz-Schule haben die beiden Grundschüler dabei schon viel gelernt. Vor allem, dass Maschinen nützlich sein können – für Mensch und Natur. Denn was im Modell klappt, könnte auch im Ozean funktionieren: Roboter räumen Plastikmüll auf.

Die gemeinnützige Firma Codiviti education setzt mit ihrem Angebot für Schulen genau da an. Dritt- und Viertklässler lernen einfaches Programmieren und wie diese Technik Mensch und Natur nutzen kann. Für dieses Projekt bekam das Unternehmen jetzt den Förderpreis „Rheinischer Bildungsplatz“.

5000 Euro für Lernprojekt

„Wir haben 20 Bewerbungen erhalten, aber dieses Projekt erfüllte wirklich alle Vorgaben der diesjährigen Auslobung“, erklärte Barbara Heumann, Projektleiterin Externe Förderung bei der Rheinischen Stiftung. Es zeige, wie Lernen, Nachhaltigkeit und digitale Kompetenz Hand in Hand gehen können. Zusammen mit Vera Grimm vom Vorstand der Stiftung und Projektleiterin Susanne Ohmsen überzeugte sie sich bei der praktischen Vorführung, dass die Entscheidung richtig war.

Den mit 5000 Euro dotierten Preis nahm Geschäftsführerin Irena von Boxberg entgegen. „Ehe die Kinder sich spielerisch mit der Problemlösung befassen, erfahren sie eine Menge über das aktuelle Ausmaß der Meeresverschmutzung“, erklärte sie.

Codiviti education, das sich durch Fördermittel und Spenden finanziert, bietet Unterrichtsmodule samt pädagogischer Begleitung für Projekttage an Schulen oder Ferienprogramme sowie Workshops für Lehrende und Elternabende. Im Zentrum stehen dabei erste Schritte des Programmierens. „Unsere wichtigste Botschaft ist, dass der Mensch bestimmt, was Maschinen tun – und nicht umgekehrt.“

Der Preis der Rheinischen Stiftung für innovative Bildungsprojekte wird seit 2019 vergeben. Jedes Jahr wird ein neues Schwerpunktthema festgelegt. Er richtet sich insbesondere an kleine Initiativen oder Firmen mit begrenzten Mitteln. Symbolisch erhalten die Preisträger die Miniatur eines hölzernen Liegestuhls. Das Original steht auf dem Campus der Rheinischen Hochschule an der Vogelsanger Straße 295, die neben weiteren Bildungsträgern unter dem Dach der Stiftung vereint ist. (Rös)


www.rheinische-stiftung.de

www.codiviti.de