Nachbarn retteten Leben43-Jähriger erlitt schwere Brandverletzungen

In dieser Halle in Ossendorf kam es zu der folgenschweren Verpuffung.
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Köln – Fenster zerbrachen und Teile eines Metallrolltores flogen aus der Verankerung – in Ossendorf krachte es Dienstagvormittag kräftig. In einem Gewerbebetrieb war es gegen 9 Uhr zu einer Verpuffung gekommen. Ein Mitarbeiter (43) erlitt bei dem dramatischen Vorfall lebensgefährliche Verletzungen. Gleich drei Notärzte kümmerte sich um den Mann. „Etwa 40 Prozent seiner Haut sind verbrannt“, sagte Einsatzleiter Bernd Klaedtke der Rundschau. Die Ärzte hätten von großflächigen Verbrennungen 2. und 3. Grades gesprochen. Mit einem Hubschrauber kam der Patient ins Klinikum Merheim. Dort wird der Arbeiter auf der Abteilung für Schwerstverbrannte versorgt.
Doch es war nicht nur der laute Knall, der die Bürger an der Matthias-Brüggen-Straße/Ecke Köhlstraße aufgeschreckt hatte. Es waren auch laute und verzweifelte Hilferufe, die die Nachbarn zu Helfern werden ließen. „Drei Anwohner liefen zum Einsatzort und besorgten sich irgendwo eine Leiter und retteten so den Mann aus seiner dramatischen Lage“, sagte Einsatzleiter Klaedtke weiter. „Ohne die schnelle Hilfe der Nachbarn hätte der Mann nicht überlebt“, ergänzte der Brandrat.
Unfallursache noch unklar
Noch bevor überhaupt Einsatzkräfte am Ort des Geschehens waren, sei dem Arbeiter geholfen worden. Der erste Rettungswagen kümmerte sich dann um den Mann, dann fuhr die Feuerwehr vor. „Ich habe mich persönlich bei den drei Männern bedankt“, so Klaedtke.
Zur Unfallursache konnte der Einsatzleiter noch keine Angaben machen. In den Räumen der Firma muss es zu einem Überdruck gekommen sein. Die Polizei spricht von einer Verpuffung. Anschließend fing die hölzerne Einrichtung Feuer. Brandermittler fuhren am Dienstag ebenfalls nach Ossendorf. Ein Ergebnis gab es allerdings noch nicht. „Der Brandort muss erst einmal kalt werden“, sagte eine Polizeisprecherin.
