Tod nach Discobesuch in Köln17-Jähriger soll wegen Totschlags vor Gericht

In Köln-Bickendorf starb ein Mann in der Halloween-Nacht.
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Köln – Rund fünf Monate nach dem Gewaltverbrechen an einem 25-Jährigen in Bickendorf hat die Kölner Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 17-Jährigen erhoben. Sie wirft dem Tatverdächtigen Totschlag vor, hieß es aus Justizkreisen.
Am frühen Morgen des 1. November 2021 hatten Security-Mitarbeiter eines Clubs gegen 5.15 Uhr einen blutenden Mann auf dem Rochusplatz gefunden. Der 25-Jährige, der in Köln zu Besuch bei Verwandten war, starb an den erlittenen Verletzungen. Der Angeklagte soll sein Opfer mit einem spitzen Gegenstand umgebracht haben – entweder einem Messer oder Resten einer abgebrochenen Bierflasche.
Polizei fahndete nach dem dringend Tatverdächtigen
Der 17-Jährige galt nach Ermittlungen in der Disco und weiteren Recherchen schnell als dringend tatverdächtig, die Polizei fahndete nach ihm. Am 4. November gab die Kölner Polizei bekannt, dass sich der Jugendliche selbst gestellt hatte. Ein Streit, der zwischen ihm und dem späteren Opfer im Club begonnen haben soll, soll draußen eskaliert sein, heißt es weiter aus Justizkreisen. Nähere Details zu dem Motiv und den Hintergründen der Bluttat wollen die Ermittlungsbehörden zunächst nicht bekannt geben – mit Blick auf das Jugendliche Alter des Tatverdächtigen. Es wird erwartet, dass der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird.
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Der Fall hatte im Herbst 2021 für Aufsehen gesorgt. „Es ist eine sehr heftige und unfassbare Tat“, sage der damalige Polizeipräsident Uwe Jacob der Rundschau. Der 25-Jährige hätte sich eigentlich an Halloween in dem Club nur vergnügen wollen und sei dann auf tragische Weise verstorben. Der 17-Jährige soll dem Partygast in den Oberkörper gestochen haben. Wie die Rundschau aus Polizeikreisen erfuhr, stammt der Jugendliche aus einer Großfamilie aus Köln. Besonders Taschendiebfahndern ist der 17-Jährige gut bekannt, Taschendiebstähle und Gepäckdiebstähle gehen auf das Konto des Angeklagten. Ein Ermittler sprach im November 2021 nach der Festnahme von „Dutzenden Straftaten“.


