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Einsatz in Köln-NeuehrenfeldKampfhund bei Razzia im Bad eingesperrt

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Polizisten

Symbolbild

Köln – Spezialkräfte werden bei Razzien hauptsächlich wegen der Gefährlichkeit der Täter eingesetzt. Doch es gibt Fälle, da werden die bewaffneten Elitepolizisten auch wegen gefährlicher Hunde zu Durchsuchungen mitgenommen. So war es am Dienstagmorgen. „Das Tier hätte möglicherweise die Polizisten angreifen können“, sagte der Kölner Staatsanwalt Dr. Christoph Hebbecker. Aber zu einem Angriff und Schüssen der Polizisten kam es nicht. Der Hund sei im Badezimmer eingesperrt worden. Vorher hatten die Spezialkräfte des Zolls etwa eine mehrfach verschlossene Tür mit schwerem Gerät öffnen müssen.

Kiloweise Drogen im Darknet verkauft

Der tierische Einsatz ist jedoch nur ein Nebenaspekt. In dem Verfahren geht es um den Verdacht eines groß angelegten Drogenhandels im Internet und um Geldwäsche. Beschuldigt sind acht Männer im Alter von 21 bis 61 Jahren. Zwei Haftbefehle wurden erlassen. Auf die Spur der Männer gekommen waren die Ermittler durch Recherchen im Darknet. Unter anderem die Experten zur Bekämpfung der Cyberkriminalität bei der Kölner Staatsanwaltschaft waren auf die Spur eines Verkäufers genommen – danach begannen die Ermittlungen ab Ende 2019.

Hohe Summen beschlagnahmt

Am Dienstagmorgen standen die Fahnder des Zollfahndungsamtes in Hamburg bei den Verdächtigen in Köln im Stadtteil Neuehrenfeld, in Hürth, Frechen, Nettetal und Venlo in den Wohnungen.

Die Beamten fanden ein unterirdisches Drogenlabor, beschlagnahmten hochwertige Uhren, einen Porsche, BMW und Volvo, Goldschmuck und Bargeld. Wie viel Geld genau entdeckt wurde, war noch unklar. „Wir zählen noch“, so Hebbecker. Es seien deutlich mehr als 75 000 Euro. „Unser Ziel ist es auch, aus illegalen Geschäften erlangte Gewinne abzuschöpfen. Verbrechen sollen sich nicht auszahlen“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes. Es seien Arrestbeschlüsse in Höhe von 350 000 Euro erlassen worden.