Seine Rechnung stellt die 12 Euro Eintritt für die Instandhaltungskosten infrage.
Eintrittspreis Kölner DomEx-Höhner-Sänger Krautmacher zweifelt an Rechnung des Domkapitels

Henning Krautmacher (Archivfoto) hat sich zu den Eintrittspreisen für den Kölner Dom geäußert.
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Der frühere Höhner-Sänger Henning Krautmacher hat Zweifel an der geplanten Höhe des Eintrittspreises für den Kölner Dom geäußert. „Zu meiner Zeit bei der Musikgruppe Höhner habe ich unzählige Male das Intro zu ‚Viva Colonia‘ gesungen mit den Worten: Mit ner Pappnas' geboren - dä Dom in dr Täsch", sagte er am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Durch die Eintrittspläne bekomme der Satz eine neue Bedeutung. „Was bleibt da cash in de Täsch, wenn jetzt von Millionen Menschen 12 Euro Eintritt kassiert wird?“
12 Euro pro Besuch erschienen ihm gemessen an den bekannten Instandhaltungskosten des Gotteshauses hoch. Wenn die Unterhaltung des Doms im Durchschnitt rund 16 Millionen Euro pro Jahr koste und jährlich etwa 6 Millionen Menschen das Bauwerk besuchten, würde ein Eintrittspreis von 2,50 bis 3 Euro ausreichen, um die Kosten zu decken, so der Künstler.
Rechnet der Kölner Dom mit weniger Besuchern?
Möglicherweise rechneten die Verantwortlichen mit einem starken Rückgang der Besucherzahlen auf etwa 1,35 Millionen Menschen pro Jahr, rechnete Krautmacher weiter. In diesem Fall wären die Kosten ebenfalls gedeckt, allerdings kämen rund 4,6 Millionen Besucher weniger als bislang.
Wie sich die Einführung des Eintrittsgeldes tatsächlich auf Besucherzahlen und Einnahmen auswirken werde, bleibt nach Ansicht von Krautmacher abzuwarten. „Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie immer im Leben, irgendwo in der Mitte.“
Kölner Dom führt Eintritt ab Juli ein
Die Verantwortlichen des Kölner Doms hatten am Dienstag die Einführung eines Eintrittsgeldes von 12 Euro für touristische Besucher zum 1. Juli angekündigt. Nach Angaben der Domverwaltung lagen die Ausgaben 2024 bei 14,2 Millionen Euro und damit um rund 240.000 Euro über den Einnahmen.
Die Kathedrale am Rhein zählt mit rund sechs Millionen Besuchern pro Jahr zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die Verantwortlichen gehen in der Tat davon aus, dass die Besucherzahlen nach Einführung des Eintrittsgeldes zurückgehen werden. Zugleich verwiesen sie darauf, dass zahlreiche Besuchergruppen von der Eintrittspflicht ausgenommen sind oder Ermäßigungen erhalten. (kna)
