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Exponierte IdeenKölner Agentur stellt bei Expo 2020 für Deutschland aus

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Expo-BRD

Mit den Jahren haben die Kölner reichlich Expo-Erfahrung gesammelt.

Köln – Bei Weltausstellungen darf es gerne etwas mehr sein. Das Normale und Durchschnittliche hat Hausverbot, wenn sich die Nationen der Welt in einem Jahr in Dubai bei der nächsten Expo von ihrer innovativen Seite präsentieren. Die Kölner Agentur „facts and fiction“ mit Sitz im Rheinauhafen wird gleich dreifach bei der globalen Schau vertreten sein. Denn neben dem deutschen Pavillon ist das Unternehmen auch für die Ausstellungen von Monaco und Belgien verantwortlich. Ein Novum.

Ein dreiviertel Jahr Vorarbeit ohne Erfolgsgarantie

Die Bewerbung um die lukrativen Aufträge, die weltweite Aufmerksamkeit bescheren, sind mit hohem finanziellen Risiko verbunden. „In die Konzeption für den deutschen Pavillon haben wir ein dreiviertel Jahr Arbeit gesteckt, zum Teil sind damit sechsstellige Investitionen verbunden“, erklärt Marco Hückel, der die internationalen Projekte der Agentur verantwortet und meint. Für den monegassischen Pavillon trägt die Kölner Agentur die Gesamtverantwortung, sie engagierten die Architekturbüro OOS aus Zürich und AODA aus Monaco, zudem holten sie eine Baufirma ins Boot. „Bei solchen Bewerbungen verliert man besser nicht“, meint Hückel und lächelt.

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Der deutsche Pavillon gehört in den Bereich „Nachhaltigkeit“.

Thematisch zeigt sich die Expo in Dubai dreigeteilt, der deutsche Pavillon gehört in den Bereich „Nachhaltigkeit“. Zu viele Inhalte mag die Kreativabteilung der Agentur noch nicht preisgeben, doch die Besucher sollen ihre Experimentierfreude entdecken. Im Zuge der Ausstellung werden sie auf Schaukeln Platz nehmen – durch eine einheitliche Bewegung, die von intelligenten Softwaresystemen erkannt wird, sollen die dann die Show vorantreiben. „Die Ausstellungen bleiben immer noch unser Kerngeschäft“, sagt Kreativdirektor Andreas Horbelt.

Mit den Jahren haben die Kölner reichlich Expo-Erfahrung gesammelt. Bei der Weltausstellung im Jahr 2000 in Deutschland durften sie einen Pavillion für den Verband der Chemischen Industrie kreieren, es folgten der deutsche Pavillon 2012 in Südkorea, der monegassische und kasachische 2015 in Italien sowie die Schauräume von Frankreich und Aserbaidschan vor zwei Jahren in Kasachstan. „Vor einer Konzeption fliegen wir in die jeweiligen Länder, um uns mit der Geschichte und den Innovationen zu befassen. Wir versuchen eine große thematische Klammer zu finden“, beschreibt Horbelt das Erfolgsgeheimnis. Wenn sich die Besucher auf ihre kleine Weltreise begeben, sei es entscheidend, die Identität eines Landes abzubilden.

Expo-Monaco

Das Kölner Unternehmen ist auch für die Ausstellung von Monaco verantwortlich.

Im Alleingang wäre die Umsetzung der Expo-Projekte kaum zu schaffen, fast immer bewerben sich größere Konsortien um die Realisierung der Pavillons. Entworfen wurde der deutsche Pavillon beispielsweise vom Berliner Architekturbüro „Lava“, für den Bau ist die Firma „Adunic“ zuständig. Die Kölner Agentur übernimmt die Ausstellungsgestaltung. Die Kölnmesse wiederum ist für Organisation und Betrieb verantwortlich, Gesamtauftraggeber ist das Wirtschaftsministerium. „Facts and fiction“ hatte sich übrigens auch noch für den österreichischen Pavillon beworben – dieses Auswahlverfahren gewann jedoch ein Konkurrent.

Für die Agentur arbeiten rund 60 Menschen, neben dem Kölner Standort gibt es Büros in Berlin und Dubai. Kürzlich wurde beim deutschen Pavillon der Grundstein gelegt, im März soll Richtfest gefeiert werden. Die Exponate für die Ausstellung lässt das Unternehmen in Deutschland herstellen, in einem Schiffscontainer gelangt das Material anschließend nach Dubai. „In der heißen Phase vor der Expo werden etwa 20 Mitarbeiter von uns vor Ort sein“, sagt Horbelt.

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Das kleine Belgien versetzen die Macher für die Ausstellung ins Jahr 2050, für Monaco werde mit Kaleidoskopen und gebrochenen Bildern gearbeitet. Klingt futuristisch. So wie es sein soll. Ein Jahr haben die Verantwortlichen noch Zeit, dann ist Eröffnung.