Anwohner in Weiß mussten ihre Häuser verlassen, ein Mann wurde vom Notarzt behandelt. Im Haus wurde illegal Feuerwerk gelagert.
Brand in Köln-WeißFeuerwehr löscht die ganze Nacht – Bewohner hatte illegal Feuerwerk gelagert

Die Straße „Auf dem Klemberg“ wurde von der Feuerwehr teilweise abgesperrt. Im Hintergrund steigen Rauchschwaden auf.
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In einem Reihenhaus „Auf dem Klemberg“ in Köln-Weiß im Stadtbezirk Rodenkirchen ist am Dienstagabend (25. November, 2025) ein Feuer ausgebrochen, wie die Kölner Feuerwehr auf Nachfrage bestätigte. In der Folge brannte ein Einfamilienhaus „in voller Ausdehnung“, wie die Feuerwehr mitteilte.
Ab 18:45 Uhr am Dienstagabend waren die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot vor Ort und bekämpften den Brand. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, berichteten von starkem Gestank. Große Rauchschwaden stiegen auf.

Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten in Köln-Weiß.
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„Bei unserem Eintreffen stand das Haus komplett in Flammen“, so Wehrsprecher Ulrich Laschet. Ein Übergreifen auf die angrenzenden Häuser sei zum Glück verhindert worden. Bei dem brennenden Reihenhaus handele es sich um ein mittleres Haus, kein Eckhaus. Rund 70 Kräfte und 25 Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen.
Doch die Einsatzkräfte waren mit einem „Problem“ konfrontiert: „Im Haus wurde illegal Feuerwerk gelagert. Das fliegt uns gerade um die Ohren“, so Laschet. Die Löscharbeiten wurden auf diese Weise erschwert, da die Wehrleute die Flammen nicht auch im Inneren des Hauses bekämpfen konnten. „Vermutlich wurden im Gebäude größere Mengen Pyrotechnik oder andere explosive Stoffe gelagert, die aufgrund des Brandes explodierten und die Löscharbeiten behinderten“, so die Feuerwehr.
Im Haus wurde illegal Feuerwerk gelagert. Das fliegt uns gerade um die Ohren.
Der Bewohner des Gebäudes hatte sich selbst in Sicherheit gebracht und wurde wegen des Verdachtes auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst untersucht und anschließend in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung transportiert. Lebensgefahr bestand laut Laschet nicht. Weitere Personen wurden betreut.

Die Polizei sperrte den Bereich um das brennende Haus in Köln-Weiß weiträumig ab.
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Am späten Abend schlugen bereits keine Flammen mehr aus dem Haus, doch auch um 22:30 Uhr zielten Wasserschläuche der Wehr auf das ausgebrannte Haus, um auch jeden möglichen Brandherd zu löschen. Die Nachlöscharbeiten dauern auch am Mittwochmorgen noch an, wie die Feuerwehr mitteilt. Die letzten Glutnester werden nach und nach abgelöscht. Erst danach können die Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen.
Kölner Feuerwehr: Ein Mann vom Notarzt behandelt
Auch die Polizei und Notarztwagen waren im Einsatz. Ein Teil der Straße „Auf dem Klemberg“ sowie ein Teil der anliegenden Ritterstraße mussten für die Löscharbeiten abgesperrt werden. Die Einsatzkräfte hatten auch eine Drehleiter im Einsatz.

Am Mittwochmorgen zeigt sich das Ausmaß der Zerstörung, die der Brand am Haus in Weiß verursacht hat.
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Bewohner umliegender Häuser konnten bereits am Dienstagabend wieder heimkehren. Wann die direkten Nachbarn des völlig zerstörten Hauses wieder in ihre Häuser können, blieb zunächst unklar.
Kölner Feuerwehr warnt vor einer Rauchausbreitung in Weiß und Sürth
Die Warnapp Nina hatte aufgrund des Vorfalls angeschlagen, am Abend noch gab es aber wieder Entwarnung. Die Kölner Feuerwehr hatte zunächst vor einer großräumigen Rauchausbreitung in Weiß und in direkt angrenzenden Bereichen gewarnt.
Das betroffene Haus liegt nah an der Grenze zum Stadtteil Köln-Sürth. Es könne zu „Geruchsbelästigung und Rauchverwirbelungen in Bodennähe kommen“, hieß es. Es wurde empfohlen, das betroffene Gebiet zu meiden. Fenster und Türen sollten im Radius von rund 300 Metern geschlossen, Lüftungen und Klimaanlage abgeschaltet bleiben.
Um 23.29 Uhr informierte die Feuerwehr, dass in den Stadteilen Weiß und Sürth durch die Feuerwehr Köln Messungen vorgenommen worden seien. Es hätten keine problematischen Messwerte festgestellt werden können. Die für die Löschung errichtete Straßensperrung wurde aufgehoben.

