Bei der Eröffnungsgala sprach der Hamburger Kultursenator und Präsident des Deutschen Bühnenvereins.
Gefeierte Rede zur Operneröffnung„Also Köln, freue dich auf dieses Haus“

Die Gebäude von Oper und Schauspiel am Offenbachplatz
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„Als der griechische Held Theseus siegreich von Kreta nach Athen zurückkehrt, erklärt man sein Schiff zum Denkmal seiner Heldentaten. Es soll die Nachwelt an das erinnern, was mit der Niederschlagung des Monsters Minotaur gelungen war: Die Sicherung einer besseren Zukunft für alle. Um es zu erhalten und vor einer Verwitterung durch die Zeit zu retten, tauscht man nach und nach Planken, Segel, Nägel, schließlich sämtliche Einzelteile aus. Am Ende stellt sich die Frage, ob dieses gut gepflegte Ding überhaupt noch Theseus Schiff ist.
Bleibt ein Objekt dasselbe, wenn alle seine Teile nach und nach ersetzt werden? Ist es noch echt oder bloß eine Kopie?
Das berühmte philosophische Gedankenexperiment lädt uns ein, über Identität und Kontinuität nachzudenken, über damit verbundene Widersprüche, Ambivalenzen und Paradoxien. Sie ahnen, auf welche Frage ich hinausmöchte: Welchen Wert messen wir unseren Kulturbauten zu, nicht nur als Orte für Gemeinschaftserlebnisse, sondern auch als Denkmäler? Der Denkmalschutz ist da eindeutig: Ohne Originalsubstanz kein Denkmal. Aber die Frage geht ja regelmäßig darüber hinaus: Wie lässt sich abwägen, ob es klüger ist, Theater zu sanieren oder doch gleich neu zu bauen? Und weshalb laufen solche Vorhaben so oft aus dem Ruder?
Doch bevor ich mich an Antworten darauf versuche, lassen Sie mich noch eine weitere Frage stellen, die weit hergeholt scheint – und deren Beantwortung uns doch zum Kern führt: Abgesehen davon, dass diese Frage viel Raum für diverse Überlegungen zu der menschlichen Neigung lässt, alles, wirklich alles zu anthropomorphisieren, ist sie der Titel eines Romans, der Ende der 1960er geschrieben wurde [»Do Androids Dream of Electric Sheep?« von Philip K. Dick]. Er wurde Anfang der 1980er unter dem nicht weniger kryptischen Titel Blade Runner verfilmt.
Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen: Lange vor der Digitalisierung, vor der Erfindung des Internets, vor der Einführung von ChatGPT und dem Siegeszug der KI kreist der Kultfilm um eine andere zutiefst philosophische Frage: Was macht den Menschen eigentlich zum Menschen?

Carsten Brosda erntete in Köln stürmischen Applaus für seine Rede.
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Der Film aus 1982 spielt im damals weit entfernten Jahr 2019, in einer dystopischen Version von Los Angeles. Die Welt ist kaum noch bewohnbar. Androiden sollen neue Lebensräume für Menschen erschließen. Äußerlich sind sie von Menschen kaum noch zu unterscheiden. „More human than human“, lautet die Vision der Herstellerfirma. Sie perfektioniert die Androiden nach und nach, versieht sie mit Gefühlen und pflanzt ihnen Erinnerungen ein. So lange, bis sich manche von ihnen selbst für menschlich halten.
Im fiktiven Los Angeles des Jahres 2019 ist die letzte Unterscheidung zwischen Mensch und Nicht-Mensch: die Empathie. Die Fähigkeit, sich in jemand anderes hineinzuversetzen und emotional auf das Leid anderer zu reagieren. Emotionen nicht vorzutäuschen, sondern selbst zu empfinden.
Theater sind ein Gegengift zu diesem Mangel an Empathie und Imagination
Doch genau diese Bereitschaft, sich in andere einzufühlen, ist selten geworden. Und die Kraft, sich etwas anderes als unsere Gegenwart vorzustellen, auch. Theater sind ein Gegengift zu diesem Mangel an Empathie und Imagination: Sie sorgen mit vielen anderen Kulturorten dafür, dass es in den Städten unserer Gegenwart nicht dystopisch düster wird. Ganz im Gegenteil.
In der ZEIT nannte der Journalist Peter Kümmel vor einigen Monaten die Theater sogar explizit als ein Beispiel für einen Bereich, in dem im Land etwas noch gut klappt und uns zuversichtlich machen kann. Denn während in anderen Ländern nach Einbruch der Dunkelheit bloß noch Tankstellen, Fast-Food-Filialen oder Casinos beleuchtet sind, erhellt in vielen deutschen Städten ein Theater die Düsternis.
Überall im Land gibt es Orte, an denen eine „Öffentlichkeit unter Anwesenden“ möglich ist, wie Kümmel schreibt. An denen die Imagination und das Spiel ihren Platz haben und uns aufladen, mit Ideen, wie wir es besser machen können. An denen wir uns fallen lassen und den Alltag vergessen können oder aber in aller Schärfe auf aktuelle Missstände aufmerksam gemacht werden. Orte, die uns erkennen lassen, wie wir sind und wie wir sein wollen.

Der Chor der Oper Köln singt auf der Bühne.
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Nirgends gibt es so viele Keimzellen der Hoffnung, an denen die Welt von „professionellen Kindsköpfen“, so Kümmel, als eine veränderbare gespielt wird. Das gilt auch für Köln – und seine vielen hellen Orte. Hier ist die Dichte an Clubs, Bühnen, Theatern, kulturellen Räumen hoch. In ihnen ist allen auch heute noch eine Öffentlichkeit unter Anwesenden möglich.
Oberbürgermeister Torsten Burmester spricht von „sozialen Tankstellen“, an denen Menschen sich aufladen können. Der im Frühjahr verstorbene Alexander Kluge nannte die Oper gar ein „Kraftwerk der Gefühle“. Das Entscheidende an diesen Orten ist, dass wir uns hier die Energien finden, die wir in unserer Gegenwart so dringend benötigen. Sie laden uns auf mit Empathie und mit Imagination – und sie bewahren uns davor, in naher Zukunft in ganz realen Dystopien zu landen.
Theater schaffen Zukunftsbilder und -geschichten. Sie erinnern uns daran, dass wir als Menschen auch spielen können. Hier lernen wir, uns in andere hineinzuversetzen, hier erleben wir Welt als eine veränderbare. Wie Energie oder Wasser sind die Künste Kraftstoffe und Infrastrukturen, die für eine lebenswerte Gesellschaft essentiell sind.
Um die Versorgung zu gewährleisten, braucht es ein stabiles Netz, verlässliche Betreiber, Zentren, die gewartet werden, und Verteilerstellen, die alle dezentral beliefern. Der Relevanzmonitor Kultur belegt, dass der Erhalt dieser Infrastruktur von vielen Bürger:innen gewollt wird: Rund 90 Prozent finden, dass kulturelle Gemeinschaftserlebnisse für unsere Gesellschaft wichtig sind. Die meisten schätzen es, an Orten mit einem breiten Kulturangebot zu leben. Sie finden, dass dieses Angebot öffentlich gefördert werden soll – ebenso wie Brücken und Straßen, Schulen und Universitäten.
Dieses Bewusstsein ist wichtig. Denn wenn die Wirtschaft stagniert, die Politik angeblich nicht ausreichend liefert und die sozialen Milieus auseinanderdriften, gelangt eine Gesellschaft an Sinnfragen, die sie auch kulturell beantworten muss, weil sie grundlegende Werte betreffen: Wie wollen wir leben? Wer wollen wir sein?
Deshalb ist es falsch, die Kultur bloß als ein Luxusgut zu betrachten, um das man sich nur dann kümmern könne, wenn nach allen anderen Aufgaben und Herausforderungen noch etwas übrigbleibt. Kultur ist das Fundament. Unserer offenen Gesellschaft, unseres demokratischen Miteinanders und letztlich auch unserer Fähigkeit Wohlstand zu schaffen.
„Deutschlands kultureller Reichtum liegt in den Städten und Regionen“
Der Erhalt dieser kulturellen Infrastruktur braucht enorme Investitionen – und zwar gerade auf regionaler Ebene, ob in Nordrhein-Westfalen oder in Hamburg. Kultur wird vor Ort gefördert, hier werden Investitionen beschlossen und bezahlt. Deutschlands kultureller Reichtum liegt in den Städten und Regionen. In Berlin wird viel von der Kulturnation geredet, gelebt wird sie in Köln und Koblenz, in München und Magdeburg, in Hamburg und Hameln.
Damit in Deutschland abends an so vielen Kulturorten noch die Lichter brennen, braucht es überall viele Menschen, die bereit sind, Verantwortung für kulturelle Vielfalt zu übernehmen. So entsteht die Grundlage einer gemeinsamen Kultur, die auf einer Ästhetik der Differenz beruht, in der Unterschiede und Gegensätze eine Form bekommen. Um die Möglichkeit dieses ästhetischen Eigensinns geht es.
In unserer demokratischen Kultur müssen nicht alle die gleiche Meinung haben, aber sie sollten sich doch solidarisch den gleichen, großen Fragen stellen können.
Die dafür nötige Infrastruktur zu gewährleisten, ist teuer und macht viel Arbeit. Wer schon einmal eine denkmalgeschützte Spielstätte saniert hat, weiß: Wenn alte Theater, die nicht nach DIN genormt sind, die Vorgaben von 2026 erfüllen sollen, wartet ein Dschungel an Regularien. Jeder Parameter, jede Sprinkleranlage, jede Türzarge kann zum Politikum werden. Sogar die Frage, ob es nun Kreuz- oder Schlitzschrauben sein müssen. Um jede Betriebsgenehmigung wird gerungen.
Die Verfahren sind so zäh und die Kosten so hoch, dass sie die Entscheidung, ob man sanieren oder neu bauen möchte, oft frühzeitig einschränken. Wir stehen uns mit unseren Vorgaben oft auf den eigenen Füßen. Dabei gibt es Beispiele, wie sich vieles schlanker und schneller lösen ließe. Es braucht den politischen Mut, sich davon auch hier inspirieren zu lassen.
Denn sich durch das Dickicht des Vorgaben-Dschungels zu schlagen, nervt ja nicht bloß. Im schlimmsten Fall überwuchert es den Blick in die Zukunft, lässt sie unbezahlbar erscheinen und bedroht demokratische Wirksamkeit. Überall geraten Investitionen unter Druck. Das bedroht Orte, an denen Zukunft gespielt werden kann.

OB Torsten Burmester spricht bei der Wiedereröffnung der Oper.
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Insofern ist die heutige Wiedereröffnung der Kölner Bühnen – vielleicht gerade wegen ihrer Baugeschichte – ein trotziges Signal der Hoffnung und des Willens. Und was für eines!
Die Kölner:innen wollten ausdrücklich kein neues Haus. Sie wollten das Stammhaus behalten – und sie setzten sich durch. Das passt zur Geschichte des Gebäudes, das von Wilhelm Riphahn in konsequent demokratischer Ausrichtung als so etwas wie das Gegenstück zu einem Elfenbeinturm entworfen wurde. Hier sollte Gleichrangigkeit herrschen, mit viel Platz für die große Kunst.
So erhielt Köln eine architektonische Ikone – und die Ikone im Gegenzug emotionalen Support. Und ich kann Ihnen sagen: Die komplizierte Baugeschichte wird in der Zukunft genug Gelegenheit bieten, zum Mythos des Gebäudes beizutragen und so seinen emotionalen Wert zu erhöhen.
Wir kennen das aus Hamburg. Die Elbphilharmonie ist heute weder aus der Stadtsilhouette noch aus dem Kulturleben wegzudenken. Wir wollten einen der besten Säle der Welt schaffen, ein Haus für alle und ein Wahrzeichen.
Ja, es hat länger gedauert und es wurde teurer. Und daraus haben wir gelernt. Das wird in Köln nicht anders sein.
Aber heute haben wir einen der besten Säle der Welt, ein Haus für alle und ein Wahrzeichen. Und zwar eines, das international neben den drei traditionellen Ikonen steht: dem Kölner Dom, dem Brandenburger Tor und Schloss Neuschwanstein. Von Platz acht der „umstrittensten Gebäude aller Zeiten“ zu „every one loves it!“, wie die New York Times im April schrieb. Das wünsche ich Köln und seinen Bühnen nicht minder. Und ich bin sicher, dass es möglich ist.
Heute jedenfalls ist die Hamburger Elbphilharmonie ein Sinnbild für ganz große Kunst. Und sie ist ein Wahrzeichen, das in demokratischen Zeiten entstand und durch demokratische Willensbildung realisiert wurde – so wie hier und heute die Sanierung der Bühnen in Köln.
In diesen Häusern erklingt deshalb nicht nur Musik. Wie Theseus Schiff transportieren sie Botschaften. Dabei sind sie von Empathie belebt: Von Visionen und Gedanken, die die Künste transportieren, von Menschen, die sich begegnen.

Das Schauspielhaus und die Oper in Köln
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Die Musik ist für den Philosophen Ernst Bloch von seismographischer Kraft. Sie könne uns helfen, zu erspüren, was sich in einer Gesellschaft verändere, schreibt er in „Prinzip Hoffnung“. Das gilt für die Künste insgesamt, deren Bilder, Geschichten und Klänge ja immer in einer konkreten Gegenwart entstehen und sie zum Schwingen bringen. Damit das passiert, brauchen sie aber den Raum, ihre unbedingte Freiheit auch entfalten zu können. Den zu gewährleisten, ist eine demokratische Aufgabe.
Die seismographischen Schwingungen sind aktuell allerorten spürbar. Aber viel zu oft sind wir ratlos, was wir mit ihnen anfangen sollen. Die Erkenntnis, dass unsere freiheitliche und demokratische Ordnung keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir sie gegen Empathielosigkeit, gegen Hoffnungslosigkeit, gegen Fantasielosigkeit verteidigen müssen – diese Erkenntnis scheint etwas in die Jahre gekommen zu sein. Und da kommen die Künste noch einmal ins Spiel!
Der große Philosoph Ernst Cassirer, der in den 1920er Jahren der erste jüdische Rektor an einer deutschen Universität war und 1933 vor den Nazis in die USA fliehen musste, schrieb kurz vor seinem Tod 1945 sein letztes Buch im amerikanischen Exil: „Der Mythus des Staates“.
Er skizziert in seiner Kulturphilosophie den Grundgedanken, dass wir Menschen unsere Welt begreifen, indem wir sie symbolisch verdoppeln und in Formen gießen, um sie zu verstehen: Erst die Künste, mit all ihren Geschichten und Bildern, die wir uns von Welt machen, machten diese Welt für uns verständlich und veränderbar. So entstünde eine kulturelle symbolische Ordnung, die unser Miteinander zivilisiere.
Vor diesem Hintergrund stellt er 1945 die Frage, warum die junge Weimarer Republik gescheitert sei. Er schreibt, dass es nicht gelungen sei, der Demokratie eine symbolische Form zu geben, also Bilder, Geschichten oder Orte, anhand derer ihr Sinn hätte erkannt und gelebt werden können. Als dann die Krise kam, sei dieses Vakuum mit den alten archaischen Mythen früherer Zeiten gefüllt worden.
Wer wollen wir sein? Wie wollen wir leben? Wie können wir vielfältig und friedfertig zusammenleben? Dafür gab es keine gesellschaftlich wirksamen Bilder. So konnte der kulturelle Raum mit archaischen Mythen und Erzählungen von Gewalt, Hass und Ausgrenzung gefüllt werden. Sie kenne sie alle: Der Mensch ist dem Menschen Wolf. – Der Stärkere setzt sich durch.
Diese narrative Lücke, dieser Mangel an positiven Bildern einer Zukunft, die sich gemeinschaftlich bewältigen lässt, klafft derzeit wieder auf. Deshalb reicht es nicht, bloß politisch nachzuweisen, dass Alternativen falsch sind.
Wir stehen vor einer gesellschaftlich tiefgreifenden Herausforderung, die im Kern eine kulturelle ist. Denn nur wenn die Kultur unseres Miteinanders eine demokratische bleibt, bleibt auch die Demokratie eine plausible Lebensform.
Die Künste sind dafür ein guter Gradmesser. Es geht nicht darum, dass sie die Demokratie retten. Sie damit zu beauftragen ist keine gute Idee. Es geht darum, ihrem ästhetischen Eigensinn zu vertrauen und ihre Freiheit gesellschaftlich und politisch zu schützen.
Die Künste erzählen Geschichten, in denen unsere Menschlichkeit sichtbar wird.
Die Künste haben die unbedingte Freiheit, „andere Geschichten“ zu erzählen. Geschichten, die anrühren, die irritieren, aus denen Vielfalt klingt. In denen unsere Menschlichkeit sichtbar wird. Es ist an uns, die Räume dieser Freiheit zu sichern – vom Club bis zur Oper, vom Atelier bis zum Museum, vom Kindertheater bis zum soziokulturellen Stadtteiltreff.
Überall dort und an vielen weiteren Orten können wir die Ästhetik der Vielfalt und der Differenz in all ihrer Schönheit erleben. Hier sehen wir Gestaltungswillen und erfahren das Wissen um die Veränderbarkeit der Welt. Hier schöpfen wir gemeinsam Hoffnung. Hier gewinnen wir Vorstellungskraft.
Meine Damen und Herren,
mit Blick auf Theseus Schiff lässt sich deshalb eindeutig sagen, dass die Kölner Bühnen natürlich immer noch und immer wieder die Kölner Bühnen sind – so wie Theseus Schiff durchaus noch Theseus Schiff war.
Und dieses kulturelle Schiff erinnert auch nicht nur an frühere Fahrten, sondern sticht jeden Abend neu in See. Während der Sanierungsphase hat es neue Routen erkundet und neue Verbindungen geknüpft. Die Bühnen sind Teil eines dichten und lebendigen Netzwerks der Kultur in Köln.
Eines Netzwerks, in dem alle wissen, dass sie gemeinsam stärker sind und dass sie sich gegenseitig inspirieren und bereichern können. Eines Netzwerks, das die Stadt Köln und ihr Selbstverständnis prägt. Als ein starker Knotenpunkt im kulturellen Geflecht unseres offenen, vielfältigen und freien Landes.
Für mich sind diese Häuser nicht bloß Erinnerungen an große vergangene Momente, sondern vor allem Monumente der Zuversicht des Menschen, dass das Beste noch vor uns liegt.
Das ist der wahre Triumph dieses gesamten Prozesses, das ist die wahre Parallele zum Heldenepos, dessen Erzählung ja auch zu weiteren großen Taten auffordern sollte. Also Köln: Freue Dich über dieses Haus, diesen Opern- und Theaterkomplex, der gewachsen ist, neue Wurzeln geschlagen und alte vertieft hat.
Feiere die Geschichten, von gestern, von heute und vor allem von morgen – und freue Dich auf alles, was hier noch erzählt und gespielt, gesungen und getanzt wird.
Denn das Beste kommt noch. Und ich bin mir sicher: Es wird ebenso spannend wie sinnvoll sein.“
Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Bühnenvereins veröffentlichen wir diese Auszüge aus der Festrede seines Präsidenten Carsten Brosda zur Wiedereröffnung der Kölner Bühnen in einer leicht bearbeiteten Fassung.


