Vor deutlich mehr als drei Jahren starben eine junge Frau (28) und ihr Fötus (25. Woche) durch verunreinigte Glukose.
Glukose-Fall in KölnProzess um getötete Frau und Fötus startet nach drei Jahren

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Die Kölner Staatsanwaltschaft hatte bereits im Jahr 2020 Anklage gegen eine Apothekerin erhoben, eine Gerichtsverhandlung hat es noch nicht gegeben. Als Grund für die massive Verzögerung wurden immer die überlasteten Schwurgerichtskammern genannt.
Nun teilte das Landgericht am Mittwoch mit: Der Prozess beginnt am 15. Juni 2023 um 9.15 Uhr. Vorgesehen sind derzeit 21 Verhandlungstage. Ein Urteil ist aktuell für den 29. September vorgesehen. In dem Fall wirft die Anklagebehörde der Apothekerin versuchten Mord durch Unterlassen und fahrlässige Tötung vor. Das Landgericht teilte mit, dass die beiden Tatvorwürfe nach besonders intensiver Prüfung zur Hauptverhandlung zu gelassen sind.
Bei Vorwurf des versuchten Mordes durch Unterlassen sieht die Kammer noch intensiven Erklärungsbedarf. Das Gericht geht derzeit von einer „überwiegenden Verurteilungswahrscheinlichkeit“ aus. Die vorliegende Aktenlage und Erkenntnisse haben gerade noch für eine Zulassung des Mordvorwurfs durch Unterlassen gereicht. (ta)