In Köln ist die Zahl der Grippe-Erkrankungen noch gering. In Praxen und Apotheken starten nun aber die Schutzimpfungen.
Empfehlungen, KostenAm 1. Oktober starten Grippe-Impfungen – So ist die Lage in Köln

Eine Frau lässt sich mit dem saisonalen Wirkstoff gegen die Grippe impfen. Auch in Köln wird ab dem 1. Oktober geimpft.
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Die Grippewelle hat noch lange nicht begonnen, aber ab Mittwoch (1. Oktober) können sich Kölnerinnen und Kölner gegen die Viruserkrankung impfen lassen. Bundesweit ist der Termin einheitlich geregelt, Arztpraxen und Apotheken haben sich vorbereitet und bereits im Frühjahr Impfstoff geordert. Besonders ältere und vorerkrankte Menschen sollten zeitnah einen Termin ausmachen.
Bisher traten in Köln wenig schwere Grippefälle auf, erklärt Monika Baaken, Sprecherin des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Nordrhein. Die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bestätigen das: In der laufenden Kalenderwoche gab es bundesweit kaum mehr als 50 laborbestätigte Influenza-Fälle.
Davon abgesehen gebe es derzeit aber viele Menschen mit leichten Erkältungen in Köln, so Baaken. In der Tat husten und schnupfen die Kölnerinnen und Kölner bereits seit zwei bis drei Wochen. Grund dürfte das starke Auf und Ab bei den Temperaturen sein. Tagsüber war es noch sehr warm, nachts kühlte es deutlich ab, sodass der Körper Probleme bei der Umstellung hat.
Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?
Um zur Saison rechtzeitig einen Schutz gegen die Grippe aufbauen zu können, sollten sich besonders ältere und chronisch kranke Menschen bald impfen lassen. Im Idealfall sollten sie bereits von ihrer Hausarztpraxis angesprochen worden sein, so Baaken. In der Regel werden die ersten Termine an die Patientinnen und Patienten vergeben, die besonders gefährdet sind. Einige Praxen bieten auch zusätzliche Impf-Sprechstunden an, wo man spontan erscheinen könne.

Auch bei der Grippe-Impfung sollte man seinen Impfausweis nicht vergessen.
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Die Ständige Impfkommission (Stiko) des RKI empfiehlt eine Influenza-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren und für Menschen mit Vorerkrankungen. Außerdem gilt die Empfehlung für Schwangere ab dem zweiten Trimester, für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und für Menschen, die im Gesundheitswesen oder in einer Einrichtung mit viel Publikumsverkehr arbeiten. Auch Personen, die regelmäßig direkten Kontakt mit Schweinen, Geflügel, Wildvögeln und Robben haben, sollten sich immunisieren lassen.
Hausärztin Monika Baaken hält die Impfung aber auch für jüngere und gesunde Menschen für sinnvoll. „Jeder, der sich unsicher fühlt, sollte bei seinem Arzt nachfragen“, so Baaken. Sie empfiehlt darüber hinaus auch die Corona-Impfung. Man sollte seinen Impfpass nicht vergessen und seinen Arzt oder seine Ärztin bei dieser Gelegenheit checken lassen, ob andere Auffrischungen nötig sind. Die Kosten für die Grippe-Impfung werden grundsätzlich von der Krankenkasse übernommen, auch wenn man keiner Risikogruppe angehört.
Grippe-Impfung in der Apotheke
Auch in vielen Apotheken wird mittlerweile geimpft. In Köln dürften es nach Schätzungen von Thomas Preis, Kölner Apotheker und Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, rund 30 sein. Seiner Erfahrung nach schätzen die Patientinnen und Patienten dieses Angebot, da es niedrigschwelliger ist und man zeitlich flexibler ist. Vielen Menschen sei allerdings noch nicht bekannt, dass man sich in Apotheken sowohl gegen Grippe als auch gegen Corona impfen lassen kann, so Preis. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die das Angebot nutzen, steige aber stetig.
Auch Preis empfiehlt Corona- und Grippe-Impfung für Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören. „Jede Impfung hilft“, so der Apotheker. Dies gelte nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Mitmenschen. Er bedauert, dass die Impfbereitschaft insgesamt in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Bereits jetzt gebe es in NRW schwere Grippefälle, die stationär behandelt werden müssten.
