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Haushalt 2018Städtisches Defizit in Köln ist wieder gestiegen

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Symboldbild.

Köln – Die Stadt Köln hat das Haushaltsjahr 2018 mit einem Defizit von 83,1 Millionen Euro abgeschlossen – das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (37,8 Millionen). Jedoch fiel der Fehlbetrag um 41,4 Millionen Euro niedriger aus als geplant. Das teilte Stadtkämmerin Dörte Diemert mit. Sie hat dem Stadtrat diese Woche den Jahresabschluss 2018 vorgelegt – deutlich früher als in den Vorjahren.

2016 wurde Überschuss erzielt

Voriges Jahr konnte der offizielle Abschluss für das Jahr 2017 erst im August präsentiert werden. Dabei war das Defizit deutlich geringer als erwartet – Diemerts Vorgängerin Gabriele Klug hatte zunächst mit 182,6 Millionen Euro neuen Schulden gerechnet. Im Jahr 2016 erzielte die Stadt dank sprudelnder Steuereinnahmen sogar einen Überschuss von 151,1 Millionen Euro. 2015 stand hingegen ein Fehlbetrag von 403,6 Millionen Euro in den Büchern.

Das Defizit aus 2018 werde man aus Rücklagen decken, die aus Überschüssen des Jahres 2016 gebildet wurden, erklärte Diemert. Dass man den Jahresabschluss früher habe vorlegen können, „erhöht die Transparenz und ermöglicht uns, die Ergebnisse in den laufenden Haushaltsplanungen für 2020 zu berücksichtigen“. Das erneute Defizit mache deutlich, „dass wir bis zum Erreichen einer nachhaltigen Konsolidierung noch einen weiten Weg vor uns haben“, betonte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Angesichts der schwächeren Konjunktur muss die Stadt in den Jahren 2020 bis 2024 mit deutlich weniger Steuereinnahmen rechnen. Laut aktueller Steuerschätzung gehen die Erträge dann um 44 bis 67 Millionen Euro pro Jahr zurück. Hinzu kommt das Risiko steigender Zinsen.