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Interaktive Ausstellung am NeumarktAufklärung über sexuell übertragbare Infektionen

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Zur Eröffnung kam Ministerin Yvonne Gebauer (l.), die mit BZgA-Leiterin Heidrun Theiss durch die Ausstellung ging.

Köln – Sind Trichomonaden eine mathematische Formel? Chlamydien eine Blumenart? Mit der Ausstellung „Große Freiheit – Liebe.Lust.Leben“ greift die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Thema auf, über das viel Unwissenheit herrscht: das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion, kurz STI, anzustecken.

Eröffnet wurde die Ausstellung gestern in Anwesenheit von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Bis Samstag, 23. Juni, können sich Besucher auf dem Neumarkt an mehr als 50 interaktiven Stationen über Krankheiten wie HIV, aber auch über Gonorrhö, Syphilis oder Herpes informieren.

Die Wanderausstellung, die ganz ohne abschreckende Bilder auskommt, wendet sich an Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren. Acht fiktive Protagonisten erzählen aus ihrem (Sex-)Leben – mit Hilfe von Videoschnipseln, Comics oder Sprachnachrichten. Zum Beispiel der 48-jährige Pilot Mustafa, bei dem im Beruf Sicherheit oberste Priorität hat, die er im Liebesleben aber vernachlässigt. Oliver (35) lebt als HIV-Infizierter mit seinem Partner Benny. Und Marija (16) hat sich mit Chlamydien angesteckt – weiß es aber nicht.

Sex soll Spaß sein

Wie man sich richtig vor STI schützt, erklärt eine „Kondomschule“, andere Stationen sollen Spaß am Sex vermitteln. Man kann einen Rap aufnehmen oder ein „stöhnendes“ Schlagzeug spielen. Das soll Zugang zum Thema erleichtern. „Die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen nimmt wieder zu“, sagt die Leiterin der BZgA, Dr. Heidrun Theiss. Obwohl viele Jugendliche gut über Aids und HIV informiert seien, gebe es doch einen großen Mangel bei anderen Geschlechtskrankheiten. „Nur jedes fünfte Mädchen weiß zum Beispiel, dass Chlamydien die Ursache für Unfruchtbarkeit sein können.“

In Köln endet die Wanderausstellung, die seit 2013 an 43 Orten zu sehen war. Zum Konzept gehört die Zusammenarbeit mit lokalen Beratungsstellen. In Köln beraten Mitarbeiter des AK JuP (Arbeitskreis Jugend und Prävention) vor Ort, so wie niedergelassene Frauenärzte, Urologen oder Hautärzte. Rund 1000 Schüler aus Köln und Umgebung haben sich bereits für eine Gruppenführung angemeldet.

Geöffnet ist die Ausstellung am Neumarkt Dienstag bis Samstag von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen für Schulklassen und Gruppen unter 0160/70 007 00.

https://www.liebesleben.de