Gäste aus München und der Schweiz bereichern den Zoch durch Brück. Stammkräfte aus dem Nachbarveedel, wie der TSV Rath Heumar sind immer dabei.
Karneval in BrückDer Zoch kütt mit Verstärkung aus München

Blau-weiß trifft Rut-wieß: Der Köln-Münchener-Karnevals-Verein feierte sein 25-jähriges Bestehen.
Copyright: Hans-Willi Hermans
Man glaubt es kaum, aber sogar in München gibt es eine Kölsch-Kneipe: „Dort treffen sich Exil-Kölner, die zum Beispiel wegen der Arbeit umziehen mussten“, erzählt Alexandra Henning. Sie war dort im Jahre 2001 Mitbegründerin des Köln-Münchener-Karnevals-Vereins (KMKV), der seither Veranstaltungen wie „Loss mer singe“ in die Bayern-Metropole lotst. Aber nicht nur das: Alljährlich beteiligen sich die rund 60 Mitglieder mit einer eigenen Gruppe am Kölner Fasteleer, Schwerpunkt ist der Brücker Sonntagszoch: „Wir haben auch schon bei anderen Zügen mitgemacht, aber hier ist die Stimmung einfach toll“, erzählte die Vereinsvorsitzende Mandy Splettstößer.

Das Panik-Orchester aus der Schweiz war zu Gast in Brück.
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Anlässlich des Jubiläums hatten die Exilanten zum 61. Brücker Zoch sogar einen eignen Prunkwagen mitgebracht. Und natürlich „Wies’n-Schurli“: Der stammt aus Wien, reist aber alljährlich zum Oktoberfest nach München, wo er Mitglieder des KMKV kennenlernte und sich entschloss, sein Feier-Spektrum noch um den Karneval zu erweitern. International war man in diesem Jahr in Brück sowieso aufgestellt: „Erstmals ist eine Gruppe aus der Schweiz dabei, das Panik-Orchester“, berichtete Sebastian Heybach, neuer Präsident der KG Löstije Brücker Müüs, die den Sonntagszug wie immer organisiert hatten.
Zum Abschluss seiner ersten Session blickte Heybach auf erfolgreiche Monate zurück. So konnte Andreas „Ewald“ Schöneberger, der neue Zugleiter, einen Zoch mit 45 Gruppen und insgesamt etwa 2000 Teilnehmern aufstellen, die größte stellte der RSV Rath-Heumar mit seinen mehr als 200 Mitgliedern. Und zum dritten Mal hatten die Müüs, der örtliche Bürgerverein sowie die IG Handel und Gewerbe zusammengelegt, damit die Bewohner des städtischen Kinderheims Kids als eigene Gruppe mitmachen und reichlich Kamelle verteilen konnten.

Die Freiwillige Feuerwehr Brück ist jedes Jahr beim Zoch dabei.
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„Aber auch unsere Sitzungen waren ausverkauft“, erzählte Heybach, „und für die kommende Session haben wir schon viele Vorbestellungen.“ Seine Bestrebung als Präsident werde es weiter sein, alle Vereine des Stadtteils bei Festen und Veranstaltungen zusammenzubringen: „Das diesjährige Sessions-Motto passt abgewandelt zu ,Mer dun et för Brück‘ sehr gut zu uns.“

