Razzia in Köln gegen Schleuser300 Polizisten bei Großeinsatz – zwei Festnahmen

Beamte führen einen Verdächtigen ab.
Copyright: Benjamin Horn
Köln-Kalk – Im Kampf gegen Schleuserkriminalität haben Beamte der Bundespolizei am Dienstagmorgen knapp 30 Objekte in Köln, darunter auch in Kalk, durchsucht. Auch in Bonn und Duisburg gab es Durchsuchungen, wie eine Sprecherin sagte.

Knapp 300 Polizisten waren bei dem Einsatz dabei.
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Bei dem Einsatz ging es nach Angaben eines Polizeisprechers um eine Schleuserbande, die Menschen aus dem Iran und dem Irak illegal nach und durch Deutschland brachte. Die Beamten verhafteten zwei Iraker im Alter von 40 und 49 Jahren, 33 weitere Verdächtige wurden ermittelt. Etwa 300 Beamte wurden für den Großeinsatz zusammengezogen.
Von Schleusung bis Steuerhinterziehung
Um kurz nach 6 Uhr am Morgen hatten die Ermittler die Durchsuchungen gestartet, Schwerpunkt war dabei Köln. Hier trafen sie auch zwei der mutmaßlichen Köpfe des Schlepperrings an, die bereits mit Haftbefehlen gesucht wurden.
Die Liste der Vergehen, die ihnen die Staatsanwaltschaft vorwirft, ist lang: Schleusung, Steuerhinterziehung, Verleitung zu missbräuchlicher Asylantragstellung und der Erschleichung von Visa, Urkundenfälschung - jeweils gewerbs- und bandenmäßig, wie die Bundespolizeisprecherin sagte. Weitere Informationen sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. (mit dpa)
