Köln – Mit der täglich steigenden Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine gerät die Stadt an die Grenze ihrer Unterbringungskapazitäten. Alle größeren Unterkünfte für Geflüchtete in Köln, werden im Laufe des heutigen Freitags belegt werden, teilte eine Stadtsprecherin mit. Waren es vor knapp einer Woche noch rund 250 Menschen täglich, die den Weg in die Domstadt gefunden hatten, kommen derzeit pro Tag 500 bis 600 Geflüchtete in Köln an.
Noch 172 freie Plätze bis Freitag
Von den am Dienstag bereitgestellten Plätzen in der Messehalle 3 waren am Donnerstag bereits 872 belegt. Die noch offenen 172 Plätze würden am heutigen Freitag vergeben, so die Stadt. Danach stehen in der Messehalle 4 noch 400 Schlafplätze zur Verfügung. Diese Halle wird aber, anders als die Halle 3, nicht in separate Einheiten unterteilt, die Müttern mit Kindern dort etwas Privatsphäre bieten. Bislang sind 2800 Menschen in städtischen Einrichtungen untergebracht. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, neue Unterkünfte zu organisieren“, so die Stadtsprecherin. Noch erschwert werde die Unterbringung durch den Beschluss des Stadtrates, Geflüchtete nicht mehr in Sporthallen von Vereinen oder Schulen unterzubringen.
Von Landsleuten in sozialen Medien ermutigt
Köln ist als Zielort für Kriegsflüchtlinge attraktiv, weil hier viele ukrainische Landleute leben. Zudem kenne viele Geflüchtete nur die großen deutschen Städte Berlin, München und Köln, so ein Ehrenamtler an der Anlaufstelle Breslauer Platz.
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Deshalb stiegen sie bei ihrer Flucht oftmals in Züge dorthin. Nach Köln kämen viele auch, weil sie über die sozialen Medien von Landsleuten dazu ermutigt werden. Die Gastfreundschaft spricht sich schnell herum. Weiterhin engagieren sich sehr viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Etliche, darunter auch die Initiative „Sei stark“, versuchen, Geflüchtete vornehmlich im Kölner Umland unterzubringen. (bos)


