Nach „Himmel und Kölle“ planen die Musical-Macher um Frank Blase den nächsten Coup: Jetzt sind Einzelheiten zu „Kick Like a Woman“ bekannt gegeben worden.
Wahre Geschichte als VorlageKöln bekommt ein neues Musical – Weltpremiere im November

„Kick like a woman“ basiert auf einer wahren Geschichte im Frauenfußball.
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Nachdem Anfang des Jahres bekannt wurde, dass das Depot 1 in Mülheim zum Musical-Standort wird, stehen nun die Details fest: Die Weltpremiere von „Kick Like a Woman“ findet am 14. November statt, gespielt wird bis zum 30. April 2027. Tickets sind ab sofort erhältlich.
Geht es nach den Machern von Apiro Entertainment, so soll die Produktion in der ehemaligen Interim-Bühne des Schauspielhauses Start einer neuen Musical-Ära in Köln sein. Während der Veranstalter ATG künftig im Staatenhaus internationale Produktionen wie zuvor schon im Musical Dome stattfinden lassen will, plant Unternehmer Frank Blase für die kommenden Jahre „hochwertige deutsche Musicals mit Relevanz“, wie es am Donnerstag hieß. So sind demnach weitere Produktionen in Vorbereitung, die nach Möglichkeit immer in Köln Premiere feiern sollen. Blase und sein Team, das mit „Himmel und Kölle“ einen ungeahnten Publikumserfolg in der Volksbühne gelandet hat, wollen Köln zur Musicalstadt machen.
„Kick Like a Woman“: Weltpremiere in Köln
„Kick Like a Woman“ handelt von Außenseitern, Widerständen, Leidenschaft, Liebe und dem Spirit der 1980er Jahre. Erzählt wird eine wahre Geschichte: Als Taiwan die erste inoffizielle Fußballweltmeisterschaft für Frauen austrägt, wird auch eine deutsche Mannschaft eingeladen. Doch der DFB stellt sich quer. Gegen alle Widerstände lassen sich die Spielerinnen des SV Bergisch Gladbach 09 – damals die deutschen Rekordmeisterinnen im Frauenfußball – nicht entmutigen und reisen nach Taiwan. Dort schießen sie ihr Land zum Sieg: Deutschland ist Weltmeisterin.
Das Musical verwebt diese historische Vorlage mit der fiktiven Geschichte der jungen Conny. Als 18-jährige Kellnerin in einer Gastwirtschaft träumt sie von einem selbstbestimmten Leben, während der Vater ihr mit aller Härte Steine in den Weg legt. Connys Transformation vom schüchternen Mauerblümchen zur Frau, die für ihre Leidenschaft einsteht, ist der emotionale Kern des Stücks. Für die Entwicklung führte das Team Interviews mit den Spielerinnen von damals. Aus über 2000 Seiten Material entstand ein Buch mit der Botschaft: „Wer für seine Träume kämpft, kann die Welt verändern.“
Gil Mehmert, einer der profiliertesten Musiktheater-Regisseure, lieferte die Idee und führt Regie. Das Buch stammt von Constanze Behrends, einer preisgekrönten Autorin, die unter anderem auch die Berliner Kultserie „Gutes Wedding, Schlechtes Wedding“ schrieb. Der ebenfalls mehrfach ausgezeichnete Komponist Stephan Kanyar schrieb die Songs. Wie bei Musical-Uraufführungen in New York und London üblich, startete die Produktion mit einer Testphase.
Im September 2024 fanden neun ausverkaufte Tryouts in Bergisch Gladbach statt. Das Ergebnis sei „überwältigend“ gewesen, ließ Apiro Entertainment mitteilen. 91 Prozent der Zuschauer würden sich das Stück ein zweites Mal ansehen. Basierend auf dem Feedback wurden Anpassungen vorgenommen, um die Show für die Weltpremiere in Köln zu perfektionieren.