Ausstellungen und BesichtigungenDas gibt es am Sonntag beim „Tag des Forts“ in Köln zu sehen

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Das Fort X im Agnesviertel

Das Fort X im Agnesviertel

Am Sonntag ist in Köln der „Tag des Forts“. Im Fokus stehen für die Stadtgeschichte bedeutende Bauwerke.

Am Sonntag, 4. Juni, ist der europaweite „Tag des Forts“ – die 20. Veranstaltung ihrer Art in Köln. Die Domstadt spielt beim „Tag des Forts“ eine besondere Rolle, hier entstand die Idee. Neun Forts, sieben Zwischenwerke und drei ehemalige Infanteriestützpunkte sind links- und rechtsrheinisch noch zu besichtigen.

Wer möchte, kann einige von ihnen am Sonntag unter fachkundiger Führung mittels einer Fahrradtour „abreißen“: 20 Kilometer, drei Stunden, Treffpunkt um 10.30 Uhr am Fort IV im Äußeren Festungsgürtel am Freimersdorfer Weg zwischen Bahn und WDR. Einführung in die Materie und ungewohnte Einblicke in das Mauerwerk inklusive.

Ebenfalls etwas sportlich gestaltet sich eine Wanderung entlang der sogenannten „Rodenkirchener Vorfront“, die zahlreiche Zwischenfeldbauten umfasst, die zwar gesprengt, aber noch noch auffindbar sind. Treffpunkt ist der Parkplatz am Friedenswäldchen an der Schillingsrotter Straße 100, Dauer etwa eine Stunde. Beginn um 16.30 Uhr. Thematisch angelehnt, aber nicht verwoben sind zwei Wanderungen von der Bastei aus zum nördlichen Rheinufer um 10 Uhr und zum Friedenspulvermagazin vom Brunnentempel (Nähe Sinziger Straße) aus, Beginn ebenfalls um 10 Uhr.

Führungen und Besichtigungen

Davon abgesehen, gibt es aber auch an allen anderen Forts und Zwischenwerken Führungen und Besichtigungen, natürlich immer unter fachkundlicher Begleitung. Die Führungen beginnen in der Regel um 10 oder 11 Uhr und dauern eine Stunde bis anderthalb. In einigen Fällen, etwa im Fort X im Agnesviertel, auch erst um 15 Uhr. Die genauen Startzeiten sind im Internet zu jedem einzelnen Bauwerk abrufbar. Zu empfehlen ist in jedem Fall festes Schuhwerk, für den Innenbereich eine Jacke – die Temperaturen betragen dort nur um die zehn Grad – sowie eine Taschenlampe.

Das Programm zum Tag des Forts wird vom Institut für Festungsarchitektur in Zusammenarbeit mit dem Kölner Festungsmuseum sowie der Stadt veranstaltet – unter Mithilfe vieler ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Nur die wenigsten Anlagen, das Zwischenwerk VIIIb in Marienburg, das Zwischenwerk XIa in Buchheim sind Rollstuhl-gerecht. Allerdings können laut Veranstalter sowohl an der Wanderung am Rheinufer wie zum Friedenspulvermagazin auch Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer teilnehmen.

Die Kölner Festungsanlagen und ihr unbebautes Vorfeld, das so genannte Glacis, bezeichnen den eigentlichen Ursprung des Grüngürtels. Als nach dem Ersten Weltkrieg die Festungen geschliffen wurden, entwickelte der damalige Oberbürgermeister zusammen mit dem Architekten Fritz Schumacher den Plan, die verschiedenen Glacis zu einer zusammenhängenden Grünfläche zu vereinen – dem heutigen Grüngürtel.

www.tag-der-forts.de

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