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Vor der DerbyabsageKöln-Fans drängen Zivilpolizisten ab und bedrohen sie

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Symbolbild

Köln – Erneut haben sich Kölner Fußball-Chaoten gehörig daneben benommen: Zwei Männer (20, 22) bedrängten mit ihren Autos das Fahrzeug von Zivilpolizisten, die am Samstagabend vor dem geplanten Derby zwischen Gladbach und Köln die vor diesem Spiel immer angespannte Lage zwischen den Fanlagern sondierten. Diesen Einsatz werden die szenekundigen Beamten der Wache Ehrenfeld wohl nicht mehr vergessen. Die Beamtin und der Beamte wurden von den Autos der Chaoten verfolgt, ausgebremst und bedroht.

Die Verfolgungsjagd begann gegen 19 Uhr am Samstagabend an der Vogelsanger Straße in Bickendorf. Kurz nachdem die Zivilpolizisten an dem Vereinsheim einer Ultra-Gruppierung vorbeigefahren waren, fuhr der Fahrer (20) eines Skoda dicht auf und betätigte immer wieder die Lichthupe.

Dacia-Fahrer bremst Kölner Polizisten aus

An der Vitalisstraße wollte der Fahrer den Wagen der Ermittler überholen und gab den Fahndern immer wieder Handzeichen, dass sie anhalten sollten. Währenddessen näherte sich von hinten ein Dacia, der nah auf den Zivilwagen auffuhr. Doch damit nicht genug: Bei der weiteren Fahrt in Richtung Äußerer Kanalstraße überholte der Fahrer des Dacia die Polizisten und bremste die Ermittler aus. „Nur durch ein schnelle Bremsung konnte ein Zusammenstoß verhindert werden“, sagte ein Polizeisprecher.

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Der Skoda-Fahrer war bei dem Bremsmanöver hinten dem Einsatzwagen und fuhr wieder nah auf. Auf der Venloer Straße kam es wieder zu gefährlichen Situationen. Die Zivilpolizisten hatten derweil die Kollegen alarmiert, die die beiden aggressiven Autofahrer stoppten. „Als die Täter nicht aus ihren Autos stiegen, griffen die Polizisten zu und holten sie mit Gewalt aus den Fahrzeugen“, ergänzte der Pressesprecher. Danach seien die Männer gefesselt worden und kamen in eine Gewahrsamszelle.

Wegen des abgesagten Derbys kamen die Männer Sonntagmorgen wieder frei. Wie aus Ermittlerkreisen zu erfahren war, gehören die Männer zum Dunstkreis der „Wilden Horde“.

Köln: Männer wegen Gewalttaten bekannt

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Fußball-Chaoten dachten, dass in dem Wagen der Zivilpolizisten Späher von Ultra-Gruppierungen von Borussia Mönchengladbach saßen. Dass es ein gezielter Angriff auf die szenekundigen Beamten war, hält die Polizei für sehr unwahrscheinlich. Attacken auf szenekundige Beamte in dieser Form hat es bisher noch nicht gegeben.

Die beiden Tatverdächtigen in dem Fall machten zunächst keine Angaben. Sie sind den Behörden wegen Gewalttaten bei Sportveranstaltungen bekannt, hieß es. Die Führerscheine mussten die Männer abgeben; Anzeigen wurden gefertigt.