Abo

Flammen und MetallskulpturenComeback des Odonien-Festivals in Köln

2 min
Zu sehen ist eine überdimensionale Metallhand.

Metallskulpturen im Großformat: Das Festival Robodonien. 

Odo Rumpf lud internationale Künstler zur Wiederaufnahme ein.

Bis zur letzten Minute schraubt Matt aus Barcelona an seiner Installation, bei der er eine Figur wie eine Marionette in einer alten, beleuchteten Telefonzelle tanzen lässt. „Es funktioniert noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle. Sechs Wochen habe ich intensiv daran gearbeitet und es speziell für Odonien geschaffen. So eine Telefonzelle hat heutzutage etwas Exotisches, das kennen die Leute nicht mehr“, sagt er.

15 Künstler aus Deutschland, England, den Niederlanden und Spanien hat Odo Rumpf auf sein Kölner Ateliergelände an der Hornstraße eingeladen, um mit ihnen das Roboter-Kunst-Festival „Robodonien“ zu feiern. „Für uns ist das ein Treffen von Menschen, die alle die gleiche Leidenschaft haben und hier ihre kinetischen Kunstwerke präsentieren und teilweise noch an ihnen arbeiten. Das ist mehr wie ein Workshop, zu dem wir auch die Öffentlichkeit einladen. Das bekommt ein sehr gutes Feedback bei den Besuchern.“

Zu sehen sind Flammen, die aus einer Metallskulptur schießen.

Feuer und Flamme spielten eine großen Rolle beim Festival.

Vor Corona gab es das beliebte Festival bereits zehn Jahre. „Die Idee ist bei einem Festival in Amsterdam entstanden. Eigentlich wollte ich den Veranstalter dazu bringen, das Ganze auch bei mir in Köln zu machen. Aber ihm war das Gelände zu klein, und so habe ich es mit meinem Künstlerkollegen Jim Whiting selbst umgesetzt. Beim Comeback haben wir den Termin auf den November gelegt und setzten den Schwerpunkt mehr auf Licht und Feuer.“ Whiting selbst wurde durch seine mithilfe von Feuerwehrschläuchen bewegten Metallfiguren bekannt, mit denen er in den 80er Jahren auch in Köln große Erfolge feierte.

In diesem Jahr experimentiert der Künstler mit Plastikflaschen, die er an einem Schlauch hängend wie Raketen zum Tanzen bringt. Für die Besucher gibt es viel zu entdecken. So staunen Kinder und Erwachsene über eine weitere, energiegeladene Telefonzelle, in der Strom in Blitzen durch den Raum fließt. Nicht weit davon entfernt verzaubert eine riesige, bunt illuminierte Discokugel die Gäste, während gleich nebenan eine große Flamme aus dem Boden emporschießt. Dazu gesellen sich Drachen, Spinnen und eine riesige Hand, die alle aus Metallresten geschaffen worden sind.