Bundesweit gibt es Demo-Aufrufe für Freitag, 20. November. Das sagt die Kölner Polizei.
Weitere Demo in Köln„Gen Z regelt“ geht am 20. November wohl wieder auf die Straße

Die „Gen Z regelt“-Demo am Samstag (31. Oktober) am Konrad-Adenauer-Ufer
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Nach der großen Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“ am Samstag (31. Oktober) in Köln könnte es am Freitag, 20. November, erneut zu einer größeren Protestaktion kommen. Die bundesweite Initiative kündigt Demonstrationen in 34 Städten an, darunter auch in Köln. Wie bereits an Halloween sollen die Kundgebungen um 14 Uhr starten. Laut Website haben bundesweit bereits knapp 2.800 Personen zugesagt, für Köln gibt es knapp 400 Meldungen (Stand Montag, 15 Uhr).
Ob es wirklich in Köln erneut zu einer Kundgebung kommt, ist allerdings nicht ganz klar. Bisher wurde die Versammlung noch nicht bei der Polizei angemeldet. Eine Anfrage dieser Redaktion beantwortete die Initiative „Gen Z regelt“ am Montag nicht.
Der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz erklärte, es sei in Köln nicht daran gedacht, solche Kundgebungen von vornherein zu verbieten – trotz der Krawalle im Kontext der Demonstration vom Samstag. „Wir halten das Versammlungsrecht sehr hoch“, betonte er. „In dem Zuge gibt es hier keine automatische Ansage, wir würden das unterbinden.“ Er erkenne derzeit nicht, dass die Gefahrensituation absehbar so groß sein würde, dass dies nicht zu verantworten sei.
Reul kündigt harte Maßnahmen an
Bereits am Sonntag hatte Lotz erklärt, die Polizei sehe keinen Zusammenhang zwischen den in der Innenstadt randalierenden Gruppen aus der Nacht und den Teilnehmern der „Gen Z regelt“-Demonstration. Eine kleine Gruppe habe die überwiegend friedliche Demonstration am Vortag für ihre Anliegen missbraucht.
NRW-Innenminister Herbert Reul kündigte dagegen unterdessen für die nächsten angekündigten Proteste harte Maßnahmen bis hin zu einem Verbot an. „Wenn konkrete Hinweise auf neue Gewalt vorliegen, müssen wir Beschränkungen bis hin zu einem Verbot prüfen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn der nächste Stein fliegt.“
Schulstreik am 20. November in Köln
Eine andere Kundgebung wurde dagegen für den 20. November angemeldet: An diesem Tag soll ab 11 Uhr auch ein bundesweiter Schulstreik gegen die Wehrpflicht stattfinden. In Köln wollen die Protestierenden von den Uniwiesen nach Ehrenfeld ziehen. Dort soll auf dem Neptunplatz gegen 16 Uhr das Ende des Zuges sein. Ein offizieller Aufruf des Kölner Ablegers der Initiative Schulstreik ist auf deren Instagram-Profil bislang nicht für den 20. November zu sehen. Es gab aber schon häufiger Demonstrationen auch in Köln. So zogen im Mai junge Menschen durch die Kölner Innenstadt.
Nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die Teilnehmenden des Schulstreiks und von „Gen Z regelt“ vermischen werden. Ihre Anliegen sind ähnlich, wobei die Forderungen der neuen Initiative weit über die des Schulstreiks hinausgehen. (mit mt und dpa)
