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Shisha-Bars im FokusGroße Razzia von Polizei, Zoll und Ordnungsamt auf den Ringen

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Beamte des Zolls, der Polizei und des Ordnungsamtes transportieren Kisten mit Tabak ab, die im Zuge der Razzia beschlagnahmt wurden. 

Köln – Der Partyabend auf den Kölner Ringen geht gerade los, als am Freitagabend Einsatzfahrzeuge von Polizei, Zoll und städtischem Ordnungsamt am Rudolfplatz vorfahren. Drei Dutzend Beamte der beteiligten Behörden öffnen die Türen zweier Shisha-Bars. Es ist der Beginn einer groß angelegten Aktion.

Kontrollen von Shisha-Bars sind längst Routine bei Polizei, Hauptzollamt und Ordnungsamt. Die Branche boomt, die Zahl der Bars steigt. „Für uns ist dies ein Dauerbrenner, viele Bars liegen in umsatzstarken Lagen“, weiß Zollsprecher Jens Ahland. So wie auf den Ringen, der Amüsiermeile in Köln. Die Zollbeamten kontrollieren, ob in den Läden versteuerter Tabak verkauft wird. Manchmal werde der Tabak umverpackt, so dass die Steuerbanderole nicht erkennbar sei, erklärt ein Ermittler. „Es gab schon Bars, in denen wir den gesamten Tabak beschlagnahmt haben“, so Ahland. Die Fahnder des Zollkriminalamts versuchen anschließend zu klären, auf welchen Wegen der unversteuerte Tabak ins Land gelangt ist.

Auch Kohlenmonoxid-Werte werden kontrolliert

Während einige Fahnder die Tabakvorräte in den Kellern und Lagerräumen der Bars kontrollieren, prüfen die Zoll-Ermittler der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ die Personalien der Beschäftigten. Sie interessiert vor allem die Einhaltung des Mindestlohns, die Anmeldung zur Sozialversicherung und mögliche Fälle von Sozialbetrug.

Der Konsum von Tabak ist in den Bars verboten, geraucht werden dürfen ausschließlich Dampfsteine und Melasse. „Dies kontrollieren wir ebenso wie die Einhaltung der Grenzwerte für Kohlenmonoxid“, erklärt Ordnungsamts-Sprecher Heribert Büth. In den Bars sind Messgeräte vorgeschrieben, denn die Pfeifen werden mit Kohlen betrieben. Bei vergangenen Kontrollen waren hierbei zahlreiche Verstöße bemängelt worden. Die Bilanz der aktuellen Kontrolle wollen die Behörden am Wochenende präsentieren.