„Die Hauptschule gehört unbedingt zur Bildungslandschaft Altstadt Nord“ - argumentiert der Begleitausschuss.
Schwierige StandortsucheLeidenschaftliches Plädoyer für den Verbleib der Hauptschule am Rhein

Die Katholische Hauptschule am Rhein.
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Die Sprecherinnen des Begleitausschusses der Bildungslandschaft Altstadt Nord (BAN) haben ein leidenschaftliches Plädoyer für den Verbleib der Katholischen Hauptschule am Rhein formuliert. Diese ist Teil der BAN. Mit dem Schreiben, das der Rundschau vorliegt, reagieren sie auf die Pläne der Kölner Verwaltung, die Hauptschule auslaufen zu lassen. Wie berichtet kam dieser Vorschlag auf den Tisch, nachdem der ursprünglich geplante Standort für das Gymnasium Neustadt Nord am Gladbacher Wall von der Stadt überraschend verworfen wurde. Nun soll das Gymnasium perspektivisch in das Gebäude der Hauptschule ziehen. Der Schulausschuss will am kommenden Mittwoch in einer Sondersitzung über die Pläne der Verwaltung abstimmen.
Schließung der Hauptschule „fatal“
Die Sprecherinnen bezeichnen die angedachte Schließung der Hauptschule als „fatal“. Ihre Begründung: „Bei der BAN handelt es sich um einen Verbund von Bildungs- und Stadtteileinrichtungen im Quartier rund um den Klingelpützpark in Köln, der als Modellprojekt der Stadt Köln in Kooperation mit den Montag-Stiftungen aus Bonn entwickelt und gebaut wurde. Dabei verfolgt die BAN ein ganzheitliches Konzept, das Pädagogik, Architektur und Stadtteilplanung auf einzigartige Weise verbindet.“ Fünf Schulen, zwei Jugendeinrichtungen und eine Kita gehören zur BAN. Ihre gemeinsamen Leitziele: „bruchlose Übergänge, Chancengleichheit und die Unterstützung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu Selbstbestimmung und sozialer Verantwortung“. Dies beinhalte auch die Idee, dass die BAN eine durchgehende Bildungskette von der Kita bis zum Abitur bietet – mit allen drei Schulformen. „Das BAN-Gefüge wäre nicht mehr vollständig ohne die Hauptschule“, sagt Sprecherin Anja Dietz.
Durch den gemeinsamen Campus kommen die Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Schulformen viel zusammen. „Über die gemeinsame Mensa, die gemeinsame Bibliothek oder die schulformübergreifenden BAN-AGs bleiben die Kinder und Jugendlichen immer mit im größeren Kontext der BAN und können Freundschaften und Kontakte weiter pflegen und bewährte Strukturen und Räumlichkeiten nutzen“, argumentiert der Begleitausschuss. Alle Schulen und Jugendeinrichtungen beteiligten sich über den Arbeitskreis Partizipation gleichermaßen an der Gestaltung und Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Sinne der Schülerinnen und Schüler. Alle drei weiterführenden Schulen sowie die Grundschule kooperieren mit dem gleichen Übermittagsbetreuungsträger. Auch durch die Freizeitangebote der Jugendeinrichtungen kommen alle zusammen.

