Nach starkem Umsatzplus im letzten Jahr bleibt es diesmal vergleichsweise ruhig an den Kassen der Domstadt.
Black Friday in KölnDie Stadt ist voll, aber weit von einem Hype entfernt

Die Einkaufsmeilen sind gut frequentiert, die Zurückhaltung vieler Kunden aber deutlich spürbar.
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Die Stadt ist voll, keine Frage. Viele Touristen, aber auch viele Menschen aus Köln und der Region sind unterwegs. Den ganz großen Ansturm auf die Geschäfte gab es am Black Friday - einer Verkaufsveranstaltung des Einzelhandels, die mit Rabatten zum Kauf animieren soll - allerdings nicht. Schnellte der Umsatz im letzten Jahr noch um 20 Prozent nach oben, rechnet der Handelsverband NRW Aachen-Düren-Köln in diesem Jahr bestenfalls mit drei Prozent.
Zum einen ist der Nachholeffekt der Corona-Pandemie mittlerweile größtenteils verpufft. Andererseits aber, so Geschäftsführer Jörg Hamel, seien die Menschen angesichts unsicherer Zeiten auch vorsichtiger mit ihren Ausgaben geworden. Im Online-Handel sei es ähnlich wie beim Shoppen vor Ort, auch hier wird man die Margen vom letzten Jahr bei weitem nicht erreichen.
Hoffnung auf das eigentliche Weihnachtsgeschäft
Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt: Wenn jetzt kein großer Hype mehr zum Black Friday oder gleich der ganzen Black Week einsetze, habe das keine Aussagekraft über das eigentliche Weihnachtsgeschäft, so Hamel. Vielleicht sogar im Gegenteil: Die Menschen schauten besser hin, kauften gezielter. So bleibt noch Luft für die nächsten Wochen.
Ohnehin scheint aber deutlich zu werden, dass viele Menschen dem aus den USA importierten Black Friday nicht mehr so recht trauen: „Viele Schnäppchen sind bei genauer Betrachtung gar keine“, bestätigt auch Hamel. Denn vergleicht man die Preise genau, finden sich oft genug kaum Unterschiede zum übrigen Geschäft, trotz massiven Werbeeinsatzes.
