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Monatsbericht vorgestelltDie Bühnen Köln bleiben bei Sanierung weiter auf Kurs

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Die Baustelle der Bühnen Köln.

Die Baustelle der Bühnen Köln.

Laut aktuellem Monatsbericht bleibt es bei dem angepeilten Termin. Auch in puncto Kosten gibt es keine bösen Überraschungen. Unsere Grafik gibt einen genaueren Einblick.

Es bleibt dabei: Wie der Chefsanierer der Bühnen, Bernd Streitberger, im Rundschau-Interview bekräftigte, geht auch der neue Monatsbericht zum Stand der Arbeiten an der Oper von einer Schlüsselübergabe am 22. März 2024 aus. „Der Druck steigt“ hatte Streitberger im Gespräch mit der Rundschau Anfang Februar gesagt. Und es bleibt noch einiges zu tun.

Dafür wurden zusätzliche Umstellungen vorgenommen. So bedurfte es weiterer Kapazitäten für die Ausbaugewerke im Schauspielhaus, in der Kinderoper und im Kleinem Haus. Im Januar wurden laut Stadt dazu entsprechende Nachträge beauftragt, sodass nun gemäß dem verabschiedeten Ablaufplan weitergearbeitet werden könne.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Verpflichtung den optimierten Bauablauf mit allen dazu notwendigen Kräften weiter umsetzen können“, erläutert der Sanierungs-Chef der Bühnen, Bernd Streitberger.

In den Hauptgewerken der Haustechnik wurden mehrere Inbetriebsetzungen durchgeführt, die als Funktionstest fungieren und mit denen die effektive Wirkung der Anlagen im Verbund überprüft werden kann.

Kostenprognose bleibt bestehen

Die mangelhaft ausgeführten Schächte für den Brandschutz wurden weiter untersucht, auf einer Ebene wurde eine Ertüchtigungsmaßnahme für den Schacht der Rauchdruckschutzanlage als Muster durchgeführt. Was allerdings nicht heißt, dass eine Übertragbarkeit auf die anderen Schächte selbstverständlich wäre: „Die betroffenen Schächte sind nicht einheitlich gebaut, das heißt man findet auf den verschiedenen Ebenen unterschiedliche Arten von Mauerwerk. Dementsprechend aufwendig ist die Sanierung, weil je nach Bauweise unterschiedliche Anforderungen bestehen“, so Streitberger.

Während laut Stadt die Ausgaben dem Baubetrieb entsprechend um 4,4 Millionen Euro stiegen, blieben die anderen Positionen nahezu konstant. Gerundet ergeben sich demnach bei den Kostenprognosen keine Unterschiede zur Kostenprognose Ende 2022.

Die Herstellkosten liegen mittels interner Umbuchungen weiterhin bei 665 Millionen Euro (674 Millionen Euro inklusive des so genannten Risikopuffers). Die immensen Preissteigerungen im Bausektor in den vergangenen Monaten haben also bislang noch nicht vollständig durchgeschlagen. Die   Monatsberichte der Bühnensanierung geben allerdings auch nur einen Blick auf kurzfristige Veränderungen preis.

Grafik zu den Bühnen Köln

Grafik zu den Bühnen Köln

Neu im Monatsbericht ist eine Seite, auf der der Baufortschritt in den vier Theatern grafisch als Tortendiagramm dargestellt ist (s. Grafik). „Wir haben nach einem Weg gesucht, das Baugeschehen klar und übersichtlich darzustellen und werden in den nächsten Monaten diese Grafik fortschreiben, sodass ein Verlauf erkennbar ist“, erklärt Bernd Streitberger. Die Grafik wurde in der Rundschau zur besseren Lesbarkeit leicht angepasst.