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Hunderte Teilnehmer
Erneuter Protestzug in Köln – Pyrotechnik, Auseinandersetzungen mit Polizei

3 min
Bei der Abschlussdemonstration des Protestcamps „Rheinmetall entwaffnen“ umringt die Polizei Teilnehmer der Demo.

Bei der Abschlussdemonstration des Protestcamps „Rheinmetall entwaffnen“ umringt die Polizei Teilnehmer der Demo.

Bereits am Freitag zog eine Demonstration durch die Kölner City. Die Polizei ist mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.

Auch am Samstag (5. September) ziehen wieder Hunderte Protestierende durch die Kölner Innenstadt. Die Versammlung zum Thema „Frieden für alle auf der Welt“ hat am Mittag begonnen. Nach Angaben des Anmelders ist der Aufzug um 14.30 Uhr mit deutlich mehr Teilnehmenden als erwartet gestartet.

Pyrotechnik gezündet, Auseinandersetzung mit Polizei – Wasserwerfer vor Ort

Die Polizei bereitete sich mit einem Großaufgebot auf die Veranstaltung vor. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz soll sich der Aufzug mit rund 400 Teilnehmenden gegen 13.45 Uhr in Bewegung setzen, hieß es im Vorfeld.

Bei der Abschlussdemonstration des Protestcamps „Rheinmetall entwaffnen“ hält ein Teilnehmer der Demo ein Schild mit der Aufschrift „Krieg dem Krieg“. Im Vordergrund sind Polizeikräfte zu sehen.

Bei der Abschlussdemonstration des Protestcamps „Rheinmetall entwaffnen“ hält ein Teilnehmer der Demo ein Schild mit der Aufschrift „Krieg dem Krieg“. Im Vordergrund sind Polizeikräfte zu sehen.

Während des Demonstrationszugs kam es am Nachmittag dann zu kleineren Auseinandersetzungen mit Polizeikräften, erklärte eine Pressesprecherin der Polizei auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Demnach seien die Demonstrantinnen und Demonstranten in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Die eine Gruppe zog weiter friedlich durch die Innenstadt, während die andere Gruppe gestoppt wurde.

Teilnehmer der Demo zündeten wiederholt Pyrotechnik.

Teilnehmer der Demo zündeten wiederholt Pyrotechnik.

Hunderte Demonstranten bei der Demo in Köln, dazwischen immer wieder Pyrotechnik.

Hunderte Demonstranten bei der Demo in Köln, dazwischen immer wieder Pyrotechnik.

Wie eine Pressesprecherin erklärte, habe es unter anderem Hinweise auf das Zünden von Pyrotechnik gegeben. Die Polizei zog als Konsequenz vermehrt Einsatzkräfte zusammen, um eine Eskalation zu verhindern. Auch zwei Wasserwerfer wurden angefordert. Diese seien inzwischen vor Ort, wurden aber bislang noch  nicht eingesetzt.

Der Demonstrationszug sei mehrfach unterbrochen worden. Die Polizeikräfte versuchten, gezielt Demonstrierende einzukesseln, die durch aggressives Verhalten aufgefallen seien.

Die Polizei geht gegen Demonstrationsteilnehmer in Köln vor.

Die Polizei geht gegen Demonstrationsteilnehmer in Köln vor.

Die andere Gruppe zog unterdessen weiter friedlich durch die Kölner Innenstadt, so die Polizeisprecherin weiter. Die Strecke verläuft über die Kölner Ringe, die Aachener Straße, durchs Belgische Viertel und endet im Bereich Venloer Straße/Innerer Grüngürtel, teilte die Kölner Polizei mit. Mit einer Abschlusskundgebung am Protestcamp „Rheinmetall entwaffnen“ wird das Ende der Versammlung für 19 Uhr erwartet.

Für die Dauer der Versammlung ist mit temporären Verkehrssperrungen zu rechnen. Autofahrer sollten den Bereich, wenn möglich, großräumig umfahren.

Langer Protestzug bereits am Vortag in Köln

Auch wer am Freitag (4. September) mit dem Auto durch die Kölner Innenstadt fahren wollte, musste mehr Zeit einplanen: Wegen einer Demonstration kam es ab dem Vormittag zu Sperrungen und größeren Verkehrsbehinderungen.

Für den Protestmarsch waren rund 2000 Teilnehmer angemeldet. Die tatsächliche Teilnehmerzahl lag mit mehreren Hundert Personen nach Polizeiangaben jedoch darunter. Organisiert wurde die Demonstration von der kurdischen Gemeinschaft in Köln, sie trug den Namen „Langer Marsch für Freiheit und Demokratie“.

Protestzug durch die Kölner Innenstadt

Die Demo war gegen 11 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs gestartet. Die Teilnehmenden versammelten sich bereits seit 9 Uhr, bestätigte ein Polizeisprecher. Von dort führte der Demonstrationszug unter anderem über Trankgasse, Komödienstraße und Zeughausstraße zur Magnusstraße. Anschließend ging es über den Hohenzollernring und Kaiser-Wilhelm-Ring zum Hansaring und weiter zum Ebertplatz.

Bestückt mit zahlreichen Flaggen und Bannern ziehen die Teilnehmden des „Langen Marsch für Freiheit und Demokratie“ durch Köln.

Bestückt mit zahlreichen Flaggen und Bannern ziehen die Teilnehmden des „Langen Marsch für Freiheit und Demokratie“ durch Köln.

Danach führte die Route über die Riehler Straße und die Elsa-Brändström-Straße zum Konrad-Adenauer-Ufer. Von dort zog der Demonstrationszug über die Trankgasse zurück zum Bahnhofsvorplatz.

Entlang der Strecke gab es Einschränkungen. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Um 16.15 Uhr endete die friedlich verlaufene Demonstration schließlich. Nach Polizeiangaben gab es keine besonderen Vorkommnisse. (jv/sbo)