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57,7 Millionen Euro Kölner Hohenzollernbrücke soll für Fahrradfahrer erweitert werden

Neue Bruecke Quelle Stadt Koeln

So soll die neue Hohenzollernrücke aussehen.

Köln – Die Kölner Hohenzollernbrücke soll für Stand jetzt 57,7 Millionen Euro auf der Nord- und Südseite für Fußgänger und Radfahrer erweitert werden. Die Querung zwischen Dom/Hauptbahnhof und dem Bahnhof Messe/Deutz auf der rechten Rheinseite gilt seit Jahren auf der Nord- und insbesondere auch auf der Südseite als konfliktträchtig, weil gerade an warmen Tagen zu wenig Platz auf den bisherigen Wegen für Radfahrer und Fußgängern zur Verfügung steht.

Ueberblick Quelle Stadt Köln (1)

So soll die neue Hohenzollernrücke aussehen.

Das soll sich nach dem Willen der Verwaltung ändern, der Stadtrat soll am 6. Februar zunächst Geld für die Planungen freigeben. Wann der konkrete Bau beginnt, ist noch offen, erst Anfang 2022 soll der erweiterte Planungsbeschluss fallen. Heißt: Es dauert noch. Ebenso ist offen, wann der Bau beendet sein soll.

Bogenbrücke soll neu gebaut werden

Auf der Südseite soll eine neue Bogenbrücke gebaut werden, sie lehnt sich gestalterisch an die Hohenzollernbrücke an. Sie könnte laut einer Machbarkeitsstudie bis zu elf Meter breit sein, acht bis neun Meter könnten konkret Radfahrer und Fußgänger nutzen. Das neue Bauwerk hätte einen Abstand von 50 Zentimetern zur Brücke, weil der Bahnverkehr andere Schwingungen hat. 

Auf der nördlichen Seite wird nicht komplett neu gebaut, sondern auf die vorhandenen Brückenteile aufgesetzt, die sogenannten Kragarme. Die Ausdehnung um 1,40 Meter vergrößert den bislang 3,50 Meter breiten Rad- und Fußweg auf dann knapp fünf Meter.  Einen Neubau mit dann 7,50 Meter Breite lehnt die Verwaltung ab mit Hinweis auf die gesamte statische Belastung der Brücke.

Das kritisiert Christoph Schmidt, Vorstand des Kölner Kreisverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Zwar begrüßt der den Planungsfortschritt, sagt aber auch: „Wenn wir auf der ausgebauten Nordseite in wenigen Jahren nicht die gleiche konfliktträchtige Situation schaffen wollen, wie wir sie heute von der Südseite kennen, muss der Rat die maximal mögliche Breite von 7,50 Meter mit einer Trennung des Radverkehrs vom Fußverkehr beschließen."

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Tatsächlich hatte eine Erhebung der Stadt gezeigt: Die Südseite hochgerechnet 3,1 Millionen Fußgänger und eine Million Radfahrer pro Jahr. Auf der Nordseite sind es nur 350 000 Fußgänger (rund elf Prozent im Vergleich zum Süden) und 210 000 Radler (rund 21 Prozent) - also deutlich weniger.

Allerdings gehören die Rampen auf beiden Seiten der nördlichen Querung nicht zu diesem Projekt, sie müssen separat geplant werden – was nicht ganz einfach werden dürfte. Gerade auf der linken Rheinseite müssen Radler ihr Rad noch über eine schmale Rinne in der Treppe nach unten schieben oder eben tragen. Es handelt sich um eine nicht sehr nutzerfreundliche Lösung, die seit Jahren geändert werden soll. Doch die geplanten neuen S-Bahngleise am Hauptbahnhof verhindern die Umsetzung einer Rampe, die seit Jahren in der Diskussion ist. Auch auf der Messeseite müsste die Rampe zur Abfahrt ersetzt werden.