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Letzte Generation
Klimaaktivisten übergießen Kölner Denkmal am Rhein mit Farbe

Aktivisten der ‚Letzten Generation‘ beschmierten am Donnerstag das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Köln.

Aktivisten der ‚Letzten Generation‘ beschmierten am Donnerstag das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Köln.

Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ haben das Reiterdenkmal an der Hohenzollernbrücke in Köln mit Farbe begossen.

Jetzt sind die Denkmäler dran: Die „Letzte Generation“ hat am Donnerstagnachmittag das Reiterdenkmal an der Hohenzollernbrücke in Deutz   beschädigt. Unterstützer hatten das Denkmal gegen 14.15 Uhr mit Farbe übergossen. An einer Leiter kletterte ein Aktivist den Standfuß des Reiterstandbilds von Kaiser Wilhelm I.  hinauf. Aus einem Eimer schüttete er die orangefarbene Farbe über die Fläche. Der Grund der Aktion nach Angaben der Aktivisten: „Wir erleben bereits jetzt die ersten Auswirkungen der Klimakatastrophe hier vor Ort. Der Rhein fällt trocken, die Schifffahrt kommt zum Erliegen und angrenzende Industrien verschwinden“. Der Ort der Aktion, direkt am Rhein, sei bewusst ausgewählt worden.

Zwei Aktivisten stehen vor dem Reiterdenkmal.Thomas Banneyer

Zwei Aktivisten stehen vor dem beschmierten Reiterdenkmal.

Ein Aktivist hielt ein selbstgemaltes Pappschild mit der Aufschrift: „Welche Aussicht wollen   wir?“ in die Kameras. Die Polizei erstattete Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Als die Beamten vorfuhren, waren die Aktivisten schon weg. Touristen fotografierten die Aktion und manche fragten: Wer reinigt das Denkmal nun wieder? Die Stadt teilte mit, dass sie das Geld von dem Verursacher einfordern will. Eine Strafanzeige sei gestellt, teilte eine Sprecherin mit. Am Freitag soll das Denkmal gereinigt werden.

Vor einer Woche waren Mitglieder der Klimagruppe auf die Balkone am Historischen Rathaus geklettert – nun das Reiterdenkmal Kaiser Wilhelm I direkt am Rheinboulevard. Vor einer Woche war auch der Aktivist dabei, der nun an der Beschmutzungsaktion am Rheinufer beteiligt war. Auch bei Straßenblockaden war der Mann schon dabei. Derzeit werden die Aktionen der Klimagruppe vor dem Amtsgericht verhandelt. Am kommende Donnerstag wird das Urteil gegen zwei Kölner „Klima-Kleber“ von der Inneren Kanalstraße erwartet, einen Tag zuvor startet ein weiteres Verfahren gegen Aktivisten der „Letzten Generation“.

Der Grund laut Aktivisten: „Wir erleben bereits jetzt die ersten Auswirkungen der Klimakatastrophe hier vor Ort. Der Rhein fällt trocken, die Schifffahrt kommt zum Erliegen und angrenzende Industrien verschwinden“. Der Ort der Aktion, direkt am Rhein, sei bewusst ausgewählt worden. Die Polizei ist am Ort des Geschehens. 

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