Das deutsche Haus sorgte bei der Expo 2025 in Japan für viel Aufmerksamkeit. Jetzt sind ausgewählte Exponate der Ausstellung im Kölner Rathaus zu sehen.
Austellung nach Expo 2025Exponate des Deutschen Pavillons aus Osaka in Köln zu sehen

Ausgewählte Exponate des deutschen Pavillons der Expo 2025 sind im Kölner Rathaus zu sehen.
Copyright: Alexander Schwaiger
Der deutsche Pavillon auf der Weltausstellung Expo 2025 im japanischen Osaka war ein echter Erfolg: mehrfach ausgezeichnet, mit rund drei Millionen Besucherinnen und Besuchern. Und: Made in Köln. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums wurde das deutsche Haus von der Koelnmesse betrieben, konzipiert wurde der Pavillon von der ebenfalls in Köln beheimateten Agentur „Facts and Fiction“. Jetzt ist ein Teil der Ausstellung zurück in der Stadt.
Am Montag wurde die Wanderausstellung „Wa! Germany“ im Spanischen Bau des Kölner Rathauses eröffnet. Seit Dienstag (25. August) können Interessierte dort eine Auswahl der Exponate aus Osaka entdecken. Das Projekt findet im Rahmen des Kölner Klimafestivals statt, das vom 21. bis 27. September Programm zu Nachhaltigkeitsthemen bietet.
Dabei befasst sich die Ausstellung mit einem Thema, das in Zukunft und auch heute schon immer wichtiger werden dürfte: die Kreislaufwirtschaft. Die zentrale Frage dabei: Wie lassen sich Ressourcen im Kreislauf halten und Städte nachhaltiger gestalten? Dabei sei auch der Titel Teil des Konzepts, so die Macher. „Wa“ bedeute auf Japanisch so viel wie „Kreis“ und „Harmonie“ und stehe gleichzeitig für einen Ausdruck des Staunens.
Die einzelnen Exponate widmen sich konkreten Bereichen dieses Themas und zeigen, welche Lösungsansätze schon heute in Deutschland umgesetzt werden, etwa bei Urban Mining, Urban Farming, energetischen Themen, beim Bauen, in der Landwirtschaft.
Minispiele laden zur Interaktion ein
Dabei geht es bei der Ausstellung nicht nur ums Informieren. Die Besucherinnen und Besucher sollen selbst ausprobieren und mitmachen. Mit Tablets können sie zum Beispiel in einem Minispiel herausfinden, was es mit Urban Mining auf sich hat – oder an einem Spielautomat lernen, wie Energie aus Wasserstoff in einem Kreislauf funktioniert.
Ein besonderer Bestandteil der Ausstellung sind die sogenannten Circulas – kleine Figuren, die die Besucherinnen und Besucher als interaktive Audioguides durch die Ausstellung begleiten. Einmal aktiviert, können sie einfach an die unterschiedlichen Informationstafeln gehalten werden und geben zusätzliche Hintergrundinformationen. „Die zweite Heimat unserer Expo, unserer Circulas, ist Köln“, sagte Dorothea Schütz vom Bundeswirtschaftsministerium bei der Eröffnung.
Kölns Umweltdezernent William Wolfgramm betonte die Verbindung der Stadt zum deutschen Pavillon: „Die Expo hat einen ganz besonderen Bezug zu Köln. Wir freuen uns, dass wir eine der Städte in Deutschland sein dürfen, in die die Wanderausstellung kommt.“ In Berlin, Stuttgart und München war sie bereits zu sehen. In Köln ist sie noch bis zum 25. September geöffnet, der Eintritt ist frei. Danach ziehen die Exponate weiter nach Hamburg, Hannover, Dresden, Jena, Wismar und enden ihre Rundreise schließlich in Essen.
Für Schulen und Ausbildungsbetriebe bietet die Stadt Köln feste zweistündige Besuchszeiten für Gruppen bis zu 40 Personen an. Die Termine sind ab dem 2. September bis zum Ende der Ausstellung möglich. Interessierte können sich für die Anmeldung per E-Mail an klimaschutz@stadt-koeln.de wenden. Andere Gruppen ab zehn Personen sollten sich auch vorab ankündigen.
