Die Offenen Ateliers finden wieder an drei Wochenenden statt. Los geht es vom 11. bis 13. September mit den Künstler-Werkstätten im Südwesten der Stadt.
Offene Ateliers KölnKünstler öffnen stadtweit ihre Türen für Gäste

Im Kunsthaus Rhenania öffnen gleich mehrere Künstler-Ateliers ihre Türen für Besucher.
Copyright: Eduard Bopp
Einmal im Jahr ermöglichen die „Offenen Ateliers“ einen anderen Blick auf die bildende Kunst als bei einem Galerie- oder Museumsbesuch. Ein Wochenende lang sind die Türen der Werkstätten und Produktionsstätten von Gemälden, Fotografien, Drucken, Zeichnungen und Installationen für Besucher und Besucherinnen geöffnet, die sich so mit den Kunstschaffenden direkt an ihrem Arbeitsort austauschen können. Den Auftakt der drei Wochenendveranstaltungen, machen dieses Jahr die Ateliers im südwestlichen linksrheinischen Teil der Stadt. Sie sind von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 13. September, geöffnet, und zwar in den Stadtbezirken Rodenkirchen und Lindenthal. In ihren Vierteln können die Menschen während des Wochenendes die Kunstszene entdecken und sich ein umfassendes Bild von ihrem Output machen.
„Der Dritte Raum“ öffnet seine Türen in Köln-Bayenthal
Eine der Anlaufstellen ist das Künstler- und Künstlerinnenhaus „Der Dritte Raum“ an der Koblenzer Straße 11 in Bayenthal, wo sich zahlreiche Ateliers befinden. Am Samstag und Sonntag zeigt dort zudem Philine Velhagen zwischen 16 und 20 Uhr jeweils zur vollen Stunde ihre „PPPerformance“. Die Künstlerin untersucht mit ihren performativen Arbeiten die Grenze zwischen Privatem und Politischem. Dabei schafft sie Räume für Teilhabe, in denen gesellschaftliche Konflikte nicht nur erzählt, sondern erfahrbar werden. So machte sie mit ihrer Performance „Wohnungsbesichtigung“ den Kampf um Wohnraum in einem realen Kölner Haus erlebbar. Mit „Der Kreis“ zeigte sie während der Coronapandemie eine Gruppentherapie auf dem Chlodwigplatz.
Auch im Kunsthaus Rhenania an der Bayenstraße 28 in der Südstadt stehen gleich eine Vielzahl von Ateliertüren offen. Im Atelier von Eva Jeske ist Claudia Larissa Artz zu Gast. Die Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie hat auch ein Studium der Innenarchitektur absolviert und kreiert minimalistisch-abstrakte Kompositionen. Die Gebilde in dezenten und natürlichen Farben entfalten durch geometrische Formen im Zusammenspiel von Licht und Schatten ihren ganz eigenen Rhythmus, Poesie und Spiritualität. Am Samstag, 12. September, findet zudem um 15 Uhr eine kostenlose Führung des Vereins Kunstförderer im Kunsthaus Rhenania, statt. Treffpunkt ist der Haupteingang.
Alle offenen Ateliers sind auf der Homepage der Veranstaltung zu finden. Dort sind auch die genauen Öffnungszeiten angegeben.
