Polizei-EinsätzeGleich mehrere illegale Rennen am Wochenende

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NRW
Symbolbild Polizeifahrzeug bei der Absicherung

Polizeifahrzeug bei der Absicherung einer Einsatzstelle

Teilnehmende einer Hochzeitsgesellschaft gingen besonders dreist vor.

Mehrfach musste die Polizei am Wochenende illegale Rennen stoppen. Der größte Einsatz ereignete sich am Samstagabend gegen 18.45 Uhr, als eine Hochzeitsgesellschaft auf der A555 bei Wesseling den Verkehr in Fahrtrichtung Köln herunterbremste und ein Rennen startete. Beteiligt waren insgesamt zehn Fahrzeuge. Fünf Fahrer konnten nach Angaben der Polizei vom Sonntag ermittelt werden. 

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den gestoppten Sportwagen um zwei Mercedes C 63 AMG, einen BMW M 4 und einen Audi RS Q 8. Einer der Fahrer soll durch ein Armzeichen durchs Schiebedach das Rennen gestartet haben. Die Fahrzeuge seien dann mit hoher Geschwindigkeit Richtung City gefahren, am Kreuz Süd auf die A4 Richtung Aachen gewechselt und hätten dann die Abfahrt Klettenberg genutzt. Bei dem Fahrmanöver mit Renn-Charakter kam es wiederholt zu starken Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer. Dabei sollen die zehn Sportwagen sowohl auf der linken und der rechten Spur mit überhöhter Geschwindigkeit als auch dem Standstreifen überholt haben. Zeugen alarmierten die Polizei über das gefährliche Fahrmanöver.

Auf der Luxemburger Straße konnte die Polizei vier Fahrzeuge stoppen, im Nachgang konnte ein fünftes Fahrzeug ermittelt werden. Die Führerscheine der Fahrer zwischen 23 und 29 Jahren wurden sichergestellt. Aktuell sind alle gestoppten Fahrzeuge und Mobiltelefone der beteiligten Personen sichergestellt. Nach den anderen Fahrzeugen, die am Rennen beteiligt waren, wird weiter ermittelt. Der Polizei liegen durch Zeugen Videoaufnahmen des Rennens vor.  Gegen eine Beteiligte wurde eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte geschrieben, sie hatte ihr Handy nicht abgeben wollen. Den Fahrenden droht eine Geldstrafe und der Entzug des Führerscheins.

Bereits in der Nacht zuvor hatte die Polizei auf der Nord-Süd-Fahrt in der Kölner City ein Rennen stoppen müssen. Zwei Fahrer (18 und 19 Jahre alt) hatten sich auf der Tunisstraße in Höhe Breite Straße an einer roten Ampel offenbar per Handzeichen zum Rennen verabredet. Sie starteten mit hoher Geschwindigkeit Richtung Süden, bremsten im Tunnel unter der Schildergasse ab und setzten das Rennen dann in hohem Tempo fort. Die Polizei  konnte die jungen Männer an der Deutzer Brücke stoppen. Die Beamten erstatteten Strafanzeigen.

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