Public Viewing, Sicherheit, PersonalKosten für die Fußball-EM in Köln steigen auf fast 15 Millionen Euro

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Schon bei der WM 2006 fluteten die englischen Fans Köln.

Schon bei der WM 2006 fluteten die englischen Fans Köln.

Seit der Bewerbung ist es zu starken Kostensteigerungen gekommen, insbesondere im Bereich Sicherheit.

Die Kosten für die Fußball-Europameisterschaft in Köln steigen auf mindestens 14,9 Millionen Euro. Bislang hatte die Stadt 13,8 Millionen Euro für die Einrichtung von Fanzonen auf dem Heumarkt und am Tanzbrunnen kalkuliert. Das Budget umfasst die Bereiche Sicherheit, Verwaltung, Personal, Event-Promotion und Rechteschutz. Die zusätzlich für mindestens zwei Spiele bereit gestellte Fläche fürs Public Viewing am Rheinufer schlägt mit 1,1 Millionen Euro zu Buche. Dies teilte die Stadt auf Anfrage der Rundschau mit.

Ursprünglich hatte die Stadt mit rund acht Millionen Euro geplant. Allerdings sei es im Lauf der Zeit – die ersten Berechnungen für die Bewerbung stammen aus 2021 – zu starken Kostensteigerung gekommen, insbesondere im Bereich Sicherheit. Dafür sind 3,88 Millionen Euro vorgesehen, etwa das 2,5-fache des ursprünglichen Betrages. Insgesamt wurde das Budget im Januar um rund 5,8 Millionen Euro erhöht. Das Land steuert 250 000 Euro bei, der Bund 50.000 Euro. 300.000 Euro kommen von Sponsoren und aus Konzessionsabgaben.

Insgesamt finden fünf EM-Spiele in Köln statt. Die Stadt rechnet mit jeweils 100.000 Fans aus England und Schottland. Daher werden für die beiden Spiele dieser Teams am Konrad-Adenauer-Ufer übertragen, Bis zu 50.000 Fans können dabei sein. Am Heumarkt und am Tanzbrunnen finden 20.000 Besucher Platz. Der Aufbau am Rheinufer kostet 500.000 Euro, pro Spiel steigen die Kosten für Security, Rettungsteams und Gastronomie um 300.000 Euro. Sollte ähnlich wie bei der WM 2006 eine Euphorie um das deutsche Team entstehen, behält sich die Verwaltung vor, weitere Spiele bis hin zum Finale am 14. Juli zu zeigen. Bei einer Anwohnerveranstaltung wurde Kritik an der Stadt laut, es gab aber auch Zuspruch. Die Straßensperrungen werden pro Spiel drei Tage umfassen. Nach der Übertragung bleibt die Rheinuferstraße zwischen Bastei und Hohenzollernbrücke bis 14 Uhr am nächsten Tag gesperrt. 

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