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Blaue Funken in KölnMeilenstein beim Erweiterungsbau am Sachsenturm

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Der Erweiterungsbau am Sachsenturm hat große Rundfenster im Erdgeschoss und eine große, hervorstehende Fensterfront für den künftigen Veranstaltungssaal. Der Bau ist farblich der angrenzenden historischen Stadtmauer nachempfunden.

Die Visualisierung zeigt den künftigen Erweiterungsbau am Sachsenturm für die Blauen Funken vom Architekturbüro Anderhalten.

Nach fast sieben Jahren Planungszeit haben die Blauen Funken die letzte formale Hürde genommen und die Baugenehmigung für ihren Erweiterungsbau am Sachsenturm erhalten.

Fast sieben Jahre lang dauerte die Planungsphase für den Erweiterungsbau der Blauen Funken am denkmalgeschützten Sachsenturm. Nun ist der letzte formale Akt erfolgt: Der Karnevalsverein und der gemeinnützige Bauverein Sachsenturm haben die Baugenehmigung für den Veranstaltungssaal an der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten. Die Arbeiten können damit starten, doch für die Blauen Funken ist klar: erst nach der Jubiläumssession.

Erste Feiern und Feste möglicherweise 2025

Pressesprecher Armin Hoffmann bestätigte auf Anfrage der Rundschau, dass die Arbeiten irgendwann zwischen Aschermittwoch und dem Sommer beginnen sollen. Wenn alles optimal laufe, könnte der Erweiterungsbau Ende 2024 fertig sein. Angesichts der aktuell kursierenden Probleme wie Materialknappheit und Fachkräftemangel warnt Hoffmann allerdings vor Eile. Insgeheim hoffen aber wohl alle Mitglieder, dass die ersten Feste dort in der Session 2025 gefeiert werden können.

Mit dem letzten formalen Akt übernimmt der Verein sozusagen das Zepter von der Stadt, kann mit Ausschreibungen und Co starten und den Bau nun in Eigenregie vorantreiben. „Diese Baugenehmigung stellt einen Meilenstein in der Geschichte des Sachsenturmes dar und dient der Entlastung und Erweiterung des Denkmals“, heißt es von Seiten des eigens für die Erweiterung geschaffenen Bauvereins. Zudem leiste der Anbau den entscheidenden Beitrag dazu, die Heimat der Blauen Funken barrierefrei erschließen zu können.

Großteil durch Mitglieder finanziert

Den Antrag auf die Baugenehmigung hatten die Blauen Funken bereits im März eingereicht. Nun meldeten sie Vollzug. Rund zwei Millionen Euro soll der Neubau kosten, der zum Großteil von den Mitgliedern finanziert wird. Auch Anträge auf Fördermittel des Landes seien gestellt. Der Neubau wird laut Verein in strikter Anlehnung an die mittelalterliche Stadtmauer diese in Richtung Ulrepforte fortführen. Die Abmessungen seien in enger Abstimmung mit Verwaltung, Politik und auch Stadtkonservator Thomas Werner festgelegt worden. Den Architektenwettbewerb hatte das Büro Anderhalten mit Sitz in Köln und Berlin gewonnen. (rom)

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