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Sieben Jahre bis zur ErleuchtungNeue Lichtmasten für Zoobrücke kommen erst 2029

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13.10.2023, Köln: Auf der Zoobrücke gilt wegen Brückenschäden Tempo 50. Laternen und andere Aufbauten sind marode. Foto: Uwe Weiser

Seit Dezember 2022 sind von 40 Lichtmasten auf der Zoobrücke nur Stumpen übrig. Jetzt verschiebt sich die Erneuerung der Beleuchtung erneut auf den Sommer 2029 (Archiv)

Zwei Termine sind bereits geplatzt. Jetzt spricht das Amt für Verkehrsmanagement vom Sommer 2029.

Die Erneuerung der Beleuchtung auf der Zoobrücke entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Nachdem im Dezember 2022 über Nacht 40 der 230 Lichtmasten wegen mangelnder Standsicherheit abgesägt werden mussten, sind mittlerweile zwei von der Stadtverwaltung vorgegebene Termine verstrichen, an denen die gesamte Straßenbeleuchtung ausgetauscht sein sollte.

Erst war von Mitte 2024, dann von April diesen Jahres die Rede. Jetzt spricht das Amt für Verkehrsmanagement vom Sommer 2029. Aber der Reihe nach.

Zuständigkeitsstreit zwischen Stadt und Rhein-Energie

Dezember 2022: Vier Nächte dauert der Sondereinsatz auf der Zoobrücke, bei dem 40 Lichtmasten auf halber Höhe gekappt werden, weil sie umzukippen drohen. Die restlichen 190 gelten als standsicher.

Vorausgegangen war eine Diskussion, wer für die Leuchten verantwortlich sei: die Stadt oder die Rhein-Energie. Die kaputten Leuchten stehen überwiegend auf der rechtsrheinischen Seite, vereinzelt in der Mitte des Stroms, eine auch auf dem linksrheinischen Abschnitt des Bauwerks, das im November 1966 für den Verkehr freigegeben wurde.

Voraussichtlich Ende 2023 soll mit der Erneuerung der gesamten Straßenbeleuchtung begonnen werden, heißt es damals. Im Laufe des Jahres 2024 sei die Sache erledigt. Für die Installation seien zunächst weitere Abstimmungen und Statik-Prüfungen inklusive Bohrungen erforderlich, bevor die Maßnahme ausgeschrieben und umgesetzt werden könne, so die Stadt. Bei der Erneuerung sollen LED-Leuchtmittel eingesetzt werden.

September 2025: Die Stumpen stehen immer noch. Aufgefallen ist das offenbar keinem, obwohl es seit der Demontage keinerlei Beflaggung bei Großereignissen wie zuletzt bei der Gamescom im August 2025 in den Messehallen mehr gibt, um die Masten nicht zu stark zu beanspruchen.

Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ teilt die Stadt Köln damals mit, dass die bisherigen Acht-Meter-Masten künftig durch zehn Meter hohe Leuchten ersetzt werden sollen. „Dafür mussten die Rahmenbedingungen geklärt und umfangreiche Prüfungen und Berechnungen vorgenommen werden“, heißt es wörtlich.

Seit Ende Mai 2025 liegen laut Stadt erste Entwürfe für die neuen Lampen vor. Jetzt müsse noch geprüft werden, wie sie befestigt werden. Sobald das abgeschlossen ist, könne man mit dem Austausch beginnen. Das werde laut Stadt derzeit Ende März/Anfang April 2026 der Fall sein und rund 900.000 Euro kosten.

Ausschreibung für Dezember 2026 geplant

Der Austausch erfolgt unabhängig von der anstehenden Grundsanierung der Zoobrücke, die vor 2040 nicht beginnen wird. Nach den Arbeiten an der Mülheimer Brücke, die voraussichtlich Ende der 2020er Jahre beendet sein werden, sind erst die Severinsbrücke zwischen 2030 und 2035 und die Deutzer Brücke zwischen 2036 und 2040 an der Reihe. Erst dann folgt die Zoobrücke, die bei der letzten Brückenprüfung mit der Zustandsnote 3,0 abgeschlossen hat.

August 2026: Auf Anfrage eines Kölner Bürgers teilt das Amt für Verkehrsmanagement mit, dass die Prüfung, wie die neuen Lampen auf der Brücke befestigt werden können, beendet ist. „Es werden Platten aufgeschweißt, auf die die neuen Lichtmasten aufgeschraubt werden. Hierzu war ein zusätzlicher Planungsaufwand für Schweißarbeiten und Betoninstandsetzungen erforderlich“, heißt es in der Antwort wörtlich.

Die Ausschreibung für die neuen Leuchten werde „spätestens im Dezember 2026 erfolgen, die Materiallieferungen bis Juli 2027 erwartet“. Die Bauarbeiten sollen nun im Juni 2027 beginnen – und voraussichtlich im Sommer 2029 abgeschlossen sein.