Die Aktionswoche von OB Burmester geht weiter. Gemeinsam mit Kindern und dem Ordnungsamt kontrollierte er einen Spielplatz.
Auf Spielplatz „Oskar Platz“Oberbürgermeister begleitet Ordnungsamt und Kitakinder bei Kontrollgang

Oberbürgermeister Torsten Burmester mit Mitarbeitenden des Ordnungsamts und Kitakindern auf dem Oskar-Platz.
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Leute schwimmen im Rhein, ein Junge klebt einen Kaugummi an den Dom, am Hauptbahnhof sind Schrotträder abgestellt, woanders erleichtert sich ein Wildpinkler, in einem Mietshaus steigt eine höllisch laute Party, und im Rheinpark wird gegrillt und sammelt sich Müll. Diese Szenen finden sich im Wimmelbuch, mit dem der Ordnungsdienst der Stadt Köln Kindern erklärt, was Ordnungswidrigkeiten sind. Am Donnerstag ging Oberbürgermeister Torsten Burmester das Buch mit sieben in gelbe Warnwesten gekleideten Jungen und Mädchen der Kita Mauritiuswall auf dem Oskar-Platz in der Rubensstraße durch.
Zuvor hatten sie den Spielplatz, der seinen Namen der Figur „Oskar, der freundliche Polizist“ aus den bis 2012 im „Kölner Stadt-Anzeiger“ erschienenen Bildergeschichten verdankt, sauber gemacht, indem sie Abfall aufsammelten, etwa eine Plastikflasche, eine Zigarettenschachtel und einen Pizzakarton. Der Besuch der OB war Teil seiner Aktionswoche zu Sicherheit und Sauberkeit in den Veedeln.
An diesem Vormittag ging es darum, auf das neue Präventionsprojekt des Ordnungsamts aufmerksam zu machen, dessen Pilotphase im November begonnen hat und das sich an Kitakinder im Alter von fünf und sechs Jahren richte. Pro Kita sind zwei Termine vorgesehen. Beim ersten kommen zwei Kräfte des Ordnungsamts in die Einrichtung. Im Austausch mit ihnen erfahren die Vorschulkinder, welche Aufgaben das Amt hat, und teilen eigene Erfahrungen. Ein Erklärfilm wird gezeigt und das Wimmelbuch besprochen. Dabei lernen die Jungen und Mädchen zusammen mit dem Maskottchen Odi, das immer wieder auftaucht, verschiedene Ordnungswidrigkeiten und die Regeln auf einem Spielplatz kennen.
Kinder lernen Ordnungsamt kennen
Der zweite Besuch findet auf einem Spielplatz in der Nähe der Kita statt, so wie am Donnerstag. Die Kinder hatten Gelegenheit, die beim ersten Termin angesprochenen Regeln zu wiederholen, und nahmen mit Meike Cüpper und Christoph Lührs, die in diesem Bezirk für das Ordnungsamt unterwegs sind, eine Spielplatzkontrolle vor. Außerdem durften sie den Einsatzwagen inspizieren und ausprobieren, wie der Funk funktioniert.
Bisher habe man gute Erfahrungen gemacht, und die Nachfrage sei groß, sagte Ilka Mertens, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation und Strategie im Ordnungsamt, zu dem Projekt, dessen Idee von ihr stammt und das sie mitentwickelt hat. Nun geht der Pilot in ein dauerhaftes Angebot über. Kita-Leitungen, die daran Interesse haben und Termine vereinbaren möchten, erfahren Näheres unter stadt-koeln.de/odi.
Zur Erinnerung stellte der Oberbürgermeister dem Nachwuchs aus der Kita Kinderdienstausweise aus. Auch Malbücher konnte sie mitnehmen. Burmester hob die Bedeutung der Prävention hervor: Wichtig sei, früh mit der Sensibilisierung anzufangen, „damit die Kinder wissen, was man im öffentlichen Raum falsch machen kann“. Darüber hinaus diene die Begegnung mit den uniformierten Kollegen und Kolleginnen dazu, sie „als Partner zu entdecken“. Dies wirke der Entwicklung entgegen, dass Ordnungskräfte immer häufiger übel angegangen werden.
